Januar 2008:

3. Januar. Allen Besucherinnen und Besuchern ein frohes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr. Buffy ist gut über den Jahreswechsel gekommen. Der Silvesterlärm hat ihm rein gar nichts ausgemacht. Die Partygäste der Nachbarn zu beobachten, die zwecks Nikotingenusses einen Teil der Nacht auf dem Balkon verbringen mussten, interessierte ihn mehr als über die Gärten zischende Raketen und Heuler. Den Höhepunkt der Kampfhandlungen verbrachte er aber drinnen in der Box, erst eines seiner geliebten Schafsohren kauend, dann bei leise laufendem Radio und herunter gelassenen Jalousien fest schlafend. Ein doppelt so alter Cocker-Welpe aus unserem Viertel, der sehr ängstlich auf den Lärm reagiert hat, will seit dem Jahreswechsel nicht mehr im Dunklen vor die Tür, nicht mal in den eigenen Garten. Da haben wir wohl Glück gehabt!

Die Bilder von heute zeigen ihn gespannt (und mit den neuen Ohren): Ein neues Spielzeug? Nein, Pelles 13 Jahre alter Schnuddel war zum 100sten Mal in der Waschmaschine. Sieht neu aus, schmeckt neu, ab damit nach draußen! Den 'schwierigen' Boden unseres Küchenbalkons (durch die Gitterroste kann man gute zwei Meter in die Tiefe gucken), meistert Buffy ohne mit den langen Wimpern zu zucken... Wir sind aber froh, dass er die Treppe noch nicht probiert hat! Mal sehen, wie lange wir ihn noch bremsen können.

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17. Januar. Der Bremer WESER-KURIER bringt heute unter der Rubrik 'Blick in die Welt' mit Verweis auf den Deutschen Depeschendienst die nebenstehende Meldung. – Was sagen wir da? Schön dass es noch instinktsichere Hunde gibt! Eine Gratulation an die Besitzerin!

Themawechsel: Gestern war ich nicht nur mit Buffy zum ersten Mal beim Tierarzt (für ein Entwurmungsmittel), sondern wir haben auch einen Bummel durch die Passagen und Fußgängerzonen der Innenstadt gemacht. Beides war problemlos, Buffy cool wie immer. Er wiegt jetzt übrigens 9,3 kg und hat damit das Gewicht, mit dem er vor sechseinhalb Wochen bei uns eingezogen ist, glatt verdoppelt! – Ihn zu bremsen ist im Moment unsere Hauptarbeit: hier z.B. will er vom Garten in die Küche. Die Treppe hochklettern soll er noch nicht, will und kann er aber schon!

14. Januar. Wenig spektakuläre Bilder haben wir zu bieten, aber die ungeduldigen BesucherInnen sollen doch mit news versorgt werden! Abgesehen davon, dass das Knipsen nicht leichter wird (und dass wir gelegentlich auch schon mal den Fotoapparat vergessen), passiert aber eine Menge. Zum Beispiel haben wir eine neue Welpengruppe > gefunden, die so klasse ist, dass ich mich ziemlich ärgere, da nicht eher hingegangen zu sein. Die Betreiberin der zugehörigen Hundeschule bildet auch Blindenführhunde und Therapiehunde aus. Ich habe in einer Trainingsstunde eine Menge gelernt.

Gearbeitet wurde in sehr kurzen Einheiten. Zwischendurch gab es immer wieder freies Spiel, wobei die Fiffis unter genauer Beobachtung blieben und den Haltern auch gesagt wurde, wann – in welchen Spielsituationen – unbedingt eingegriffen werden muss. Bei den stärker 'erziehenden' Teilen waren die Hunde angeleint, die Welpen sollten lernen: Achtung, Arbeit!, und die HalterInnen wurden angehalten, einen Fuß auf die Leine setzen und den Wauwis so zu signalisieren, dass nun mal kurz Schluss mit lustig war. "Nein!" wurde geübt (ein vor die Nase gehaltenes Leckerli sollte nicht genommen werden), Kommen auf Ruf und allerlei Nützliches oder Spaßiges. Ein sehr kurzweiliger Nachmittag. Und das Beste von allem war: wirklich kein Welpe wurde überfordert! Der Wermutstropfen: die Gruppe hat eine Altersgrenze von 16 Wochen, was es aber umso ärgerlicher macht, dass wir nicht früher an diese Gruppe geraten sind.

Die Bilder von heute zeigen: Buffy ist gewachsen! Kleiner Vergleich gefällig? Bitte: 04.12. >.

6. Januar. Andere Leute plündern den Weihnachtsbaum ab. Wir schon mal unseren Hund! Wann immer Buffy zum Bürsten auf dem Trimmtisch steht, lockt das alte Werkzeug, zwei Hundeleben lang gut eingearbeitete, reichlich stumpfe Trimmmesser. Wie sich ein Irish wohl trimmen lässt? Man könnte doch mal... nur ein bisschen Babyhaar... hinten bloß, den Rutenansatz, die Flanken vielleicht und ein ganz klein wenig an den Schultern... Und zack! zeigt sich der Hund in einer neuen Farbe, das dunkle Welpenfell ist nahezu abgetrimmt – immer mit Augenmaß, die Witterung im Blick. Buffy hat das Trimmen eher genossen – es waren aber auch nur zweimal höchstens fünf Minuten auf zwei Tage verteilt. Wir freuen uns über die satte Honigfarbe. Was da wohl nachwächst?

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Von gelegentlichen (bisher vergeblichen) Eroberungsversuchen anlässlich von Nerven aufreibenden Tiefflügen durchs Wohnzimmer abgesehen sind Sessel und Sofa off limits für 4-Beiner (mal gucken, wie lange wir das durchhalten – siehe oben: soll er nich', kann er aber...). Entspannung nach einem langen Tag finden Herr und Hund trotzdem und bleiben dafür gemeinsam auf dem Teppich: Zum Feierabend darf der Wauwi auf den Schoß!

23. Januar. Buffy und ich waren in Menslage. Ohren (seine!) vorzeigen und überhaupt. Rufi und Lotti waren angetan von ihrem Sprössling, der sich reichlich vorwitzig präsentierte. Die Hunde tobten durchs Wohnzimmer, balgten sich um Kauknochen und die allseits begehrten Schafsohren. Später kam Buffy auf den Tisch. Es wurde hier und da ein bisschen gezuppelt, festgestellt dass Buffy ganz schön moppelig ist (ja, ich habe den Wink verstanden); aber die Ohren wurden für gut befunden und nicht geklebt.

Das bisschen Trimmen legt ein Köpfchen frei, das sich im neuen Look noch vielversprechender zeigt (finden die Fans). – Die Bildausbeute ist etwas mager, gebe ich zu, aber das Wetter war wieder mal dermaßen bescheiden, dass ich draußen leider nicht fotografieren konnte... und alle, die schon mal versucht haben, drinnen drei, vier oder fünf kregle ITs zu knipsen, entschuldigen sicher gern, dass ich das gar nicht erst versucht habe.

Später fuhren wir zu dritt zu den Haseländer 'Nachbarn', wo läufige und fast läufige Hündinnen die Bude aufmischten. Buffy schlug sich wacker unter all den Damen und erwies durchaus schon ein sozusagen seismografisches Talent im Feststellen möglicher optimaler Deckzeitpunkte: trial and – überwiegend – error! :-))

Für die Hundeleute gab's lekker Kuchen und echten Kaffee! Die Hunde bestritten das Unterhaltungsprogramm, wuselten munter durcheinander, und Buffy forderte die Menschen mitunter nachdrücklich auf, den Wischmopp oder Zewa zum Einsatz zu bringen. Das Herrchen genierte sich pflichtschuldigst, wurde aber gastfreundlich besänftigt. "Du darfst das!", sagte die Dame des Hauses zu Buffy, "aber ihr untersteht euch!", zu den Großen. Hat funktioniert.

Später, zurück in Menslage, bekam Herrchen Buffy's Ahnentafel > mit auf den Heimweg und Buffy noch was zum Knabbern, damit er unterwegs nicht plötzlich dünner würde. Beide sind schließlich ermattet wieder in Bremen angekommen. Buffy schläft seitdem tief und fest und träumt wahrscheinlich von den Damen. Herrchen internettet.

31. Januar. Bevor der Monat zu Ende geht, schnell noch das Neuste von Buffy, wenigstens in Kurzfassung: Gestern wurden Buffy und seine Wurfgeschwister vier Monate alt, und wenn ich es nicht besser wüsste, hielte ich seine neusten Marotten für vorpubertäre Erscheinungen. Er trägt inzwischen gerne seine Decken durchs Haus und entscheidet selbst, wo sich vielleicht gut lagern lässt. – Tatsächlich hat er aber im Laufe des vergangenen Tages und der Nacht etliche Schneidezähne verloren und sieht nun aus wie ein frecher Erstklässler – da kann doch von Pubertät noch keine Rede sein, oder?

Das erste Bild des Tages zeigt ihn mit einem Streifen getrockneten Pansens. Dass ihm beim Nagen die Zunge raushängt, ist mir vorher niemals aufgefallen... wahrscheinlich liegt's am fehlenden Widerlager der rausgefallenen Beißer :-))

Nachzutragen bleibt noch, dass einiges passiert ist, seit wir am vergangenen Mittwoch > in Menslage und Merzen zu Besuch waren. Regelmäßige BesucherInnen erinnern sich, die Ohren waren absolut topp, sodass beide Züchterinnen keine Notwendigkeit zum Kleben sahen. Dafür hatte Buffy dermaßen ausgiebig die Schans'schen und Gielians'schen Teppiche gedüngt, dass ich mit schamroten Ohren und gestammelten Entschuldigungen zusehen musste, wie die Damen des jeweiligen Hauses mit ihren Wischmopps zur Tat schritten, und zwar derart stoisch, wie es wohl nur langjährige ZüchterInnen können. Auf dem Nachhauseweg (und das hat noch keiner meiner Hunde jemals fertig gebracht) pinkelte Buffy mir dann noch ins Auto... ich hatte wohl gemerkt, dass er unruhig wurde, aber mit 130 Sachen auf der Autobahn sind die Reaktionsmöglichkeiten doch deutlich eingeschränkt. Aber nun kommt's: seit dem Besuch ist Buffy zu 100% wasserdicht gewesen! Unsere Feudelutensilien, die auf dem nächsten Foto noch zu sehen sind, kamen nicht mehr zu Einsatz, und auch die Freudenpinkler zur Begrüßung von Besuch oder Besuchten – beides sowohl in Menslage als auch in Merzen erst- und letztmalig demonstriert – haben sich bei uns nicht wiederholt. Sollte der Hund über Nacht stubenrein geworden sein? Wir wollen nichts beschreien und halten uns mit Jubelausbrüchen noch zurück!

Nachzutragen ist weiterhin, dass die schönen Öhrchen, die Mittwoch noch so klasse aussahen, am Freitag von einer Stunde zur nächsten wahrhaft dumboesk im Winde wehten; die kleinen Kiefer waren wegen des sich ankündigenden Zahnwechsels stark geschwollen, und so wurde kurzfristig ein neuer Besuch in Menslage ins Auge gefasst. Papps, die Ohren wieder verklebt, und ab nach Hause. – Der Kleber ist ja aus einer Kautschukbasis hergestellt, aber die häufigen Fahrten nach Menslage rücken das ear-training wohl doch in ein ökologisch fragwürdiges Licht ;-) Sei's drum! Was tut man nicht alles...

Am Sonntag war das linke Ohr schon wieder "ab", gestern folgte das rechte. Jetzt sitzen beide wieder ganz schön, und wir bitten alle Fans, mit uns die Daumen zudrücken, dass das so bleibt. Wir erinnern uns zum wiederholten Mal an den Kaiser und sagen mit ihm: schau'n mer mal!