Buffy findet solche Betrachtungen langweilig. Wenn's Herrchen keine Stöckchen wirft, tut er's halt selber und zeigt dabei sein neues Hobby, dass er draußen wie leider auch drinnen bei jeder langweiligen Gelegenheit so inbrünstig wie ausdauernd betreibt: er schnappt sich alle möchlichen Gegenstände, springt damit herum, wirft sie hoch und fängt sie wieder auf. Draußen sind Stöcke seine Favoriten, dringen wird das mit allen Zergelspielzeugen gespielt, die eigentlich schon längst langweilig geworden sind. – Stutzig macht uns gelegentlich, dass er sich dabei wie verrückt auf der Stelle dreht, bis er – scheinbar schwindelig geworden – torkelnd zum Stehen kommt. Das Lustige (oder Verblüffende) ist, dass er am Taumeln richtig Spaß zu haben scheint, denn: kaum ist der Schwindel vorüber, dreht er sich aufs Neue!
31. Januar. Auweia! Der erste Monat im neuen Jahr ist so gut wie rum, und wir haben noch nicht ein Wort geschrieben! Jaha, wir haben ein schlechtes Gewissen!

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Hier ist der Gute von hinten zu sehen. Weiß der Himmel, wonach er Ausschau hält. Wenn in Sichtweite Spaziergänger vorbeiziehen, prüft er akribisch, ob die vielleicht einen Hund dabei haben. Wahrscheinlich versteht er genauso wenig wie ich, warum Leute ohne Hund durch die Landschaft stapfen.

Aber wir haben auch Ausreden: zu viel Arbeit, kein Fotogafierwetter und – es gibt ein Leben außerhalb des Internets. Ein tatsächlicher Grund für die sinkende Intensität des Tagebuchs hängt aber wohl auch damit zusammen, dass Buffy's Pubertät sich langsam dem Ende zuneigt – und Tagebuchschreiben – das wissen wir alle – ist nun mal eine pubertäre Angelegenheit. Aber gut: wir geloben Besserung und versprechen uns auch in 2009 wenigstens gelegentlich zu melden.
Heute war es bei schneidend kaltem Ostwind immerhin trocken. Da wurde das Rad aus der Garage geholt und Buffy und ich machten uns auf an die Ochtum. Knappe zehn Fahrradminuten von unserem innerstädtischen Wohnquartier sieht es so (s.o.) aus. Sommers weiden hier Rindviecher und Pferde, aber bei frostigen Temperaturen (und matschigen Wiesen) gehört die Gegend uns. Buffy kann es kaum erwarten, endlich frei zu laufen. Schon auf dem Weg hier her will er arbeiten; ich muss tüchtig in die Pedale treten, um ihn am Ziehen zu hindern... aber wenn er erst einmal groß ist, kriegt er ein Zuggeschirr...

Und schon sind wir wieder auf dem Rückweg. Das Bild habe ich in voller Fahrt vom Rad aus aufgnommen! – Buffy gibt immer noch alles! Für mich sind das Glücksmomente im Alltag, wenn ich mit Rad und Hund unterwegs bin, Buffy frei laufend neben mir, ab und zu gucken wir uns an, um unser Tempo einander anzupassen, mal zuckert der eine den anderen an – das geht doch auch schneller! –, und schwupps sind wir wieder zu Hause. Buffy kriegt zu fressen, Herrchen seinen Tee. Ein schöner Nachmittag!
Vom selben Standpunkt aus geknipst, sind auch die Domtürme zu sehen: wir sind also wirklich nicht weit von der City entfernt!