Dass er nun am Faltrad läuft, ist eine Premiere. Zuerst ging es ziemlich wackelig (fürs Herrchen) voran, doch rasch hatten wir uns arrangiert. Das niedrige Rad ließ uns trotz des zeitweilig starken Gegenwinds fast dahin sausen. Hier haben wir uns auf der Oberndorfer Ostebrücke zu einem 18 Kilometer langen Törn aufgemacht, auf der einen Seite der Oste bei böigem Gegenwind hin, auf der anderen Seite bei ebensolchem Rückenwind zurück. Wow!

Was wir hier sehen, ist also die Elbe, doch das gegenüber liegende Ufer ist noch längst nicht die schleswig-holsteinsche Seite, sondern eine weitere Elbinsel. Der Strand hier ist groß und weitläufig, es gibt einen Tidenhub, aber das Wasser ist nie weg!

März 2009:

5. März. Nein, nein, das ist nicht die "Original Jugendchampion-Urkunde", mit der Buffy hier spielt! Wir haben heute in Ermangelung der echten Urkunde nur eine Kopie vom KfT erhalten. Die Vordrucke sind ausgegangen, heißt es...

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22. März. So, jetzt muten wir unseren treuen Leserinnen und Lesern mal einen kleinen Rückblick zu. Wie schon geschrieben, sind Buffy und Herrchen (1) aus dem Urlaub zurück. Kurz gesucht, spontan gebucht, ohne weite Anreise: es ging ins Land zwischen Weser und Elbe, nicht weit weg von Herrchens alter Heimat. Ihm stand der Sinn nach weit gucken können, viel Horizont haben, Wind satt und – das gehört irgendwie dazu – auch mal Schietwetter. Herrchen (2) hatte spottend gefragt: Was, im März wollt ihr da hin, ausgerechnet im Matschmonat? Herrchen (1) hatte tapfer geschwiegen, aber doch heimlich die neuen Gummistiefel hinter den Fahrerseitz des Autos gestellt, was sich dann prompt als sehr weise vorausgedacht erweisen sollte...

21. März. Buffy und ich waren verreist. Acht Tage Hardcore-Landleben! War während der ersten Tage vom Frühling noch nichts zu ahnen (Nebel, Wolken, Nieselregen hätten auch gut zum November gepasst), hat zu Anfang der Woche ein frischer Nord-Ost-Wind das Grau weggepustet. Die Sonne schien, der Himmel war blau und weit.

07.03. >
22.03. >

7. März. Während Buffy sich in der in der Uniwildnis überschäumenden Frühlingsgefühlen hingibt und sich hingebungsvoll einer ziemlich flotten weißen Boxerin mit einem zu und zu knutschigem Gesichtchen widmet, erreichen uns immer neue Welpenbilder aus Menslage.

... aber immerhin ist es jetzt sozusagen amtlich: Im Schreiben vom 12. Februar heißt es: "die von Ihnen eingereichten Unterlagen für Ihre/n Irish Terrier-Rüden RUFUS WHOOPS IT'S BUFFY, gew. 30.09.2007, ZB-Nr. 11/16417, sind überprüft und die Voraussetzungen zur Vergabe des obigen Titels waren am 23.11.2008 erfüllt. Nach Erhalt dieses Schreibens kann Ihr Terrier den errungenen Titel führen." Der junge Wilde jetzt also KfT-Jugendchampion!

Na, da freuen wir uns doch! Sobald die richtige Urkunde bei uns eingegangen ist, veröffentlichen wir sie an dieser Stelle und verweisen einstweilen auf die Veröffentlichung im TERRIER, die für die April-Ausgabe in Aussicht gestellt ist.

Buffy ist Feuer und Flamme und gibt alles, um die Hundedame zu becircen. Ihr leicht basedowscher Ausdruck faziniert ihn offensichtlich sehr: anderen Rüden gegenüber, die wie zufällig vorbei kommen, tut er, als währte die neue Bekanntschaft schon ewig und drei Tage, und vertreibt sie so prompt wie erfolgreich.

Von seinen sechs (!) neugeborenen Cousins und nur einem (!) Cousinchen ahnt er jedenfalls noch nichts, aber wir freuen uns umso mehr mit den Züchtern über die glückliche Geburt.

Alle sieben Welpen und Mutter Stella sind wohlauf und munter. Die puppies sind wahre Wuchtbrummen und futtern schon mächtig. Sie werden, das zeigt ein erster TV-Auftritt auf der Kennel-Website >, schon gleich nach der Geburt mit dem weltpolitischen Geschehen, modernster (Raumfahrt-)Technologie und klassischer Musik vertraut gemacht! Auf der Rufuswelpenseite > gibt es ab sofort jede Menge Bilder und das besagte erste Video >.

Nur zwei der Wonneproppen, heißt es, sind noch zu haben. Die treuen LeserInnen von Buffy's Diary wissen, wieviel Spaß man mit einem Irish haben kann. Wer also auf der Suche nach einem klasse Erst-, Zweit- oder Dritthund ist, könnte in Menslage fündig werden!

Hier endet unsere kleine Urlaubsrückblende. Wir sind zurück in der Gegenwart. Und müssen doch noch nachtragen, dass während unserer Abwesenheit endlich die echte Urkunde > eingetrudelt ist. Buffy ist nun KfT-Jugendchampion mit Brief und Siegel! Nach nur vier Ausstellungen hatten wir am bereits 23.11.2008 die notwendigen Anwartschaften beisammen! Für zwei greenhorns gar nicht mal so schlecht, oder?

Und damit entlassen wir alle angestammten (das werden immer mehr!) und zufälligen LeserInnen in die neue Woche. Tschüs zusammen!

Buffy will, dass wir mit den anderen Bildern noch ein paar Tage hinterm Berg – äh: Deich – halten. Also müssen hier fürs Erste die Methusalem-Schafe unserer freundlichen Vermieter reichen. Die haben allmorgendlich mit kritischen Blicken unsere erste Runde über die Marschwiesen begleitet. Die Schafe, ihre Kumpels, die Hängebauchschweine Lutz und Luzie, Hannes, der Hund, und jede Menge Hühner haben es gut getroffen: ihre Leute lehnen es ab, die (eigenen) Tiere zu essen, und so sterben sie irgendwann an Altersschwäche, oder werden eingeschläfert, wenn Arthrosen sie daran hindern, den steilen Ostedeich zu erklimmen... Das älteste Schaf dieser Gruppe zählt fünzehn Jahre! Kein schlechtes Leben...

In diesem schönen alten Haus sind wir für acht Tage untergekommen, die große Fenstertür im Erdgeschoss gehört zu unserem Wohnraum. Das nächste Bild zeigt Buffy dahinter, während Herrchen das Auto ausräumt.

Die geneigten Betrachter obigen Bilds sehen also Buffy hinter Glas, Herrchens Beine (während er Buffy knipst) und am linken unteren Bildrand den Teil eines Gummistiefelschafts – und dass die Stiefel gleich nach dem Hund ausgeladen wurden, lässt einigermaßen auf die Bodenbeschaffenheit schon im Vorgarten schließen...

Und was sieht nun Buffy außer sein knipsendes Herrchen? Jawohl, den Deich, der sich (bei guten Windverhältnissen) in Spuckweite vorm Haus hinzieht, und Schafe. Einwandfreies Hundekino!

Hier sind wir also hinterm Haus, wo keine Deiche den Blick begrenzen. Die Hausschafe ruhen sich hier vom Klettern auf dem Deich aus, kabbeln sich mit den zickigen Hängebauchschweinen, die ich nie vor die Linse bekam, und plustern sich schon mal auf, wenn Buffy zu neugierig an den Zaun kommt.

Ohne Unterlass zogen die Viecher mal in die eine, mal in die andere Richtung. Und Buffy's Blicke, nein, sein ganzer Kopf folgte den dahin ziehenden Schafen. Irgendwie erinnerte mich das an ein Tennispublikum in Zeitlupe...

Schafe (was sonst), Hühner und Hängebauchschweine gab es auch hinter dem Haus. Buffy guckte sich all die Tiere interessiert an, hat aber in der ganzen Woche nicht ein einziges Mal einem der Tiere nachgestellt. Die vielen Fasane auf den Wiesen hat er gerne aufgescheucht, aber mit den Haustieren war er langmütig. Nur Hannes, der 'entrüdete' Hund der Vermieter musste immer wieder mal dran glauben, und wurde in Ermangelung von Hundedamen ausdauernd besprungen.

Die hier gut sichtbare 'wellenförmige' Anlage der Wiesen ist geradezu typisch für die Marsch. Über Generationen haben die Bauern ihr Land durch Aufschüttungen vorm blanken Hans geschützt. Und wer hat's ihnen beigebracht? Na klar, die Holländer!

Aber bevor die ersten Leser sich wegbeamen: hier ist mal wieder Buffy, sportlich im Geschirr, das er neuerdings am Fahrrad trägt: damit er besser ziehen kann!

Dieselbe Blickrichtung noch mal ohne Hund. Pardon, Buffyfreunde, es gibt auch schöne Bilder ohne ihn... Ungefähr auf der rechten Seite des Bildes, ziemlich genau in der Bildmitte, befindet sich unsere Ferienwohnung. Die rechte Seite sind wir flussabwärts gefahren, bis nach Greversdorf, wo sich die nächste Brücke befindet.

Die zahllosen Schafsbilder, die wir unterwegs aufgenommen haben, ersparen wir den geneigten Hundefreunden, wollen aber nicht verschweigen, dass wir auch per Auto Ausflüge unternommen haben, unter anderem nach Cuxhaven, wo wir eine besonders bewegende Begegnung hatten. Ungefähr in Höhe des Sahlenburger Hundestrands trafen Buffy und ich auf ein Ehepaar, dass umgehend Buffys wegen feuchte Augen bekam. Oh, ein Irish, rief die Frau schon von weitem. Oh, jemand, der das erkennnt, lautete meine ehrlich verblüffte Antwort. Niemand sonst in dieser Urlaubswoche hatte Buffy 'rassemäßig' einordnen können! Nun, es stellte sich heraus, dass die beiden früher selber einen Irish Terrier besessen, einen Rüden, der 14 1/2 Jahre alt geworden und bis zum letzten Tag ein begeisterter Raufer gewesen sei. Die Eheleute waren voll der Bewunderung für Buffy, so ein schöner Hund, dieser Blick, die Ohren! Aus welchem Zwinger hatten Sie denn ihren Hund, fragte ich. Ach, der war noch von der Gräfin Stauffenberg. Aha, übersetzte ich für mich, eine Frankenlerche, und freute mich umso mehr über die freundlichen Komplimente, über die Begeisterung der beiden. Jetzt, so erzählten sie, traurig, weil sie ihren letzten Hund, einen Retriever, gerade einschläfern lassen mussten, seien förmlich aus dem hundelosen Haus geflüchtet. Den Retriever, der auch steinalt geworden war, hatten sie angeschafft, weil ihnen nach dem IT-Rüden einmal der Sinn nach einer charakterlichen Schlaftablette gestanden hatte. Hat wohl auch funktioniert, aber dass es ihnen mit dem Golden Retriever trotz aller Hundeliebe immer ein wenig langweilig war, meine ich doch herausgehört zu haben. Zu sehr schwärmten sie von der so besonderen Beziehung zwischen einem Irish Terrier und seinen Menschen!

Ansonsten, Cuxhaven, was soll man sagen: während wir dort waren, war das Meer mal wieder weg.... Für einen der nächsten Tage hatten wir deshalb einen Ausflug nach Krautsand auf dem Plan. Krautsand ist eine Elbinsel, die zum schönen Flecken Drochtersen gehört. Unsere Vermieter hatten gesagt, es gebe dort einen Strand, fast wie am Meer. Und sie haben kaum übertrieben:

Besonders die sich ans Ufer fortsetzenden Bugwellen der großen und kleinen Pötte faszinieren Buffy (der sich zwar auch zu den ITs zählt, die Regen hassen, aber das Wasser ansonsten mehr liebt als den Herrchen mitunter recht ist).

Die Weite verführt Buffy zu den tollsten Kapriolen. Dass er, wie hier, gegen seine Laufrichtung guckt, macht er leider öfters... und läuft dabei gerne mal gegen Bäume, Straßenlaternen oder Haltestellenhäuschen. Hier, wo außer uns weit und breit nichts und niemand im Weg ist, ist das Risiko natürlich minimiert ;-)

... wenn nur die Sonne nicht immer von der falschen Seite schiene, klagt der Fotograf leise... aber was soll's: eines (von der Sorte) haben wir noch:

21.03. >