





1. Mai. Wunderbares Wetter in Kirchlinteln. Der Irish Terrier Förderverein hatte zu einer Wanderung "Rund um den Lohberg" geladen. So dichte bei kriegen wir das so schnell nicht wieder, dachte ich. Also hin! Buffy und ich waren allein unter den zwei- bzw. vierbeinigen Damen! Und die Iren führten unter den Vierbeinern mit drei zu zwei... So hatten die Hunde riesig Platz in einer wunderschönen Umgebung: Christina Zoëga hatte auf den traumhaft gelegenen Lohberg Turnierplatz geladen.
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31. Mai. Wollen wir mal den Wonnenmonat nicht ausklingen lassen, ohne ein paar aktuelle Bilder nachzuschieben. Buffy wurde gestern acht Monate alt und vorgestern aus gegebenem Anlass getrimmt. Das Trimmen ging mir diesmal schon leichter von der Hand. Ich habe mich auf den neuen Hund und das so ganz andere Fell (im Vergleich zu Pelle >) eingestellt. Die Spezis werden sehen, wo ich gepfuscht habe...
Leider hatte Buffy auch frisch onduliert keine Lust, für die "Geburtstagsbilder" zu posieren und so warten wir weiter auf die perfekte Standardaufnahme. Nahezu perfekt würde ich ja auch akzeptieren ;-)
27. Mai. Ein – ich gebe es zu! – etwas waghalsig bei hundertdreißig Sachen auf der Autobahn zustandegekommenes Bild. Buffy linst an der Kopfstütze vorbei über die Rückbank und scheint leicht angesäuert zu fragen: wann sind wir denn endlich da?

Aber keine Bange. Zeitweise wurde auch im Teich gebadet, Spielzeug durch den Garten getragen, gezergelt und dem anderen kunstvoll abgeluchst. Nur die zwischendurch gereichten Leckerlis, die waren heute alle langweilig! Und dann gab es auch noch einen schwer gebeutelten (Stoff-)Hasen, der immer wieder durch die Gegend geworfen wurde. Hier hat ihn Buffy mal für sich allein und steht in stolzer Pose da.

19. Mai. Sind wir in einer afrikanischen Savanne? Nein, mitten in der norddeutschen Tiefebene, im Elbe-Weser-Dreieck, wo es in der zweiten Maihälfte schon mal so trocken sein kann, dass ein Ridgeback wie gemalt hinein passt.
Wir sind im Garten meiner Schwester, die sich seit einigen Wochen über Familienzuwachs freut: Dumah, eine knapp fünf Monate junge Rhodesian Ridgeback Hündin, hat Buffy schon überwachsen. Beide kalberten einen schönen Nachmittag lang durch den großen Garten. Bestes Welpenkino!
18. Mai. Die Regentage sind schon vergessen. Wieder in der Uniwildnis. Buffy bekam eine heftige Zurechtweisung von einem einjährigen Rüden gleichen Kalibers; ich würde sagen, es war eine Mischung zwishen IT und Staff oder Pitbull (der Besitzer vermutete "irgendetwas mit Border Terrier"...). So oder so, ich hatte einige Sorge und habe Buffy erst mal inspiziert als die Aufregung abgeklungen war. Danach war's nur noch nett.



Es ist ihm immer noch egal, ob Hündin oder Rüde, aber heute hat er sich ziemlich schnell auf diese mitelgroße SH-Mischlingshündin konzentriert – vielleicht auch, weil sie ihn nicht wirklich engagiert weggebissen hat. Läufig war sie jedenfalls nicht! Zum Glück waren die Besitzer nicht (so) genervt, und wie ich der Meinung, dass die lieben Viecher das mal unter sich ausmachen sollten.


Später hatten wir sogar noch das seltene Glück, auf eine hübsche Irish Terrier Hündin zu treffen. Deren Frauchen samt Begleitung waren hellauf begeistert von Buffy. – Natürlich gibt es davon wieder mal kein Bild. Wir waren nämlich schon nicht mehr auf dem Sand, sondern an der Badestelle, wo Buffy sich die "Panade" abspülen sollte – so wie er nach der Sandschlacht aussah, wollte ich ihn keinesfalls im Auto haben.

Zum guten Schluss gab's für die 2-Beiner noch Kaffee und Kuchen, angenehm auf einer Sonnenterasse am See sitzend, in der Nachbarschaft lauter Hunde, die ebenso rechtschaffen platt unter den Tischen lagen wie Buffy. Gelegentlich ging zur Freude der Kaffeegesellschaft der eine oder andere Schüler der nahe gelegenen Surfschule unfreiwillig direkt vor dem Geländer baden... So hatten wir auch ohne kaspernde Hunde reichlich Kurzweil ;-) Was will man mehr?

Buffy steht am Ende ermatttet im Schatten alter Platanen auf einer Mauer, welche die tiefer gelegene Rasenfläche einfriedet und vom Autoverkehr abschirmt.
Sind wir wirklich im Nordwesten Deutschlands? Haben wir tatsächlich erst Mitte Mai? – Wäre nicht der Stadtbus im Hintergrund zu sehen, man wähnte sich im Süden...
15. Mai. Schon mittags machen Buffy und ich uns bei ziemlicher Hitze in den letzten Teil der neustädtischen Wallanlagen auf. Der liegt ein bisschen abseits, ist auch verkehrsumtost, hat aber den Vorteil, dass nicht picknickende und sonnenbadende Horden grillend die Rasenflächen in Beschlag nehmen – Buffy kann also frei laufen.
In Ermangelung vierbeiniger Spielkameraden amüsiert sich Buffy mit einer vergessenen Landkarte, was umso spannnender ist, weil Herrchen – hin- und hergerissen zwischen den Impulsen zu fotografieren oder dem Hund die Karte abzuknöpfen – Buffy zu einer wilden Jagd animiert. Besonders wenn er einen größeren oder kleineren Teil der sich allmählich atomisierenden Karte verliert, versucht er umso heftiger, die verbliebenen Reste zu sichern – und die verlorenen wieder zu erobern. Die kleine Bildersequenz steht für insgesamt sicher 15 Minuten ausgelassenes Toben. Herr und Hund sind schließlich ziemlich ausgelaugt.
Nur so eben sind wir an diesem Nachmittag an einer Klage über die Hitze und den mangelnden Regen vorbeigeschrammt. Der genaue Blick auf die Wiese offenbarte die ersten Trockenheitsrisse in diesem Jahr und in Gärten und Vorgärten trafen sich abends die Nachbarn zu gemeinschaftlichem Wässern der Bäume und Grünflächen. (Heute aber verschafft mir nicht nur das Wochenende, sondern auch der pünktlich einsetzende Regen Muße für dieses update... )








Die leider wenigen Teilnehmenden trudelten dort nach und nach ein. Dass die die Anlage nicht ganz einfach zu finden war, hatte die Veranstalterin eingeplant, sodass der erste überraschende Höhepunkt nicht ausfallen musste – obwohl Buffy und ich zum Beispiel mit einiger Verspätung eintrafen (und noch nicht die Letzten waren).
So wanderten wir denn, als alle sich begrüßt und miteinander bekannt gemacht, und die Hunde den ersten Durst gestillt hatten, in zügigem Hundespaziergangstempo los. Nach kurzem Marsch kamen wir an verlassen wirkende Bahngleise, wo wir jedoch alsbald in eine Museums-Eisenbahn steigen sollten, um bis Stemmen gemächlich durch die schöne Landschaft des Aller-Leine-Tals zu zuckeln. So kann man also auch reisen!


Alle Hunde haben gelassen die kurze Bahnfahrt hinter sich gebracht. Buffy und der Beverstedter Teckel (er hatte schließlich seine Fiene – aka Pastime Vip – zu verteidigen) knurrten sich schon mal kurz an, hielten aber nur zu gern einen von Herrchen und Frauchen arrangierten Waffenstillstand ein – bis zum Ende der Wanderung...
Die führte nach Ende der Bahnfahrt durch eine abwechslungsreiche Landschaft, ließ uns Flüsse überqueren und unerwartete Anhöhen (40 m über NN!) erklimmen, immer auf Wegen, die außer uns nur von wenigen radelnden Mai-Ausflüglern genutzt wurden. Die Hunde waren wegen der Setz- und Brutzeit trotzdem an der Leine.



Zurück auf dem Turnierplatz hatte ein unsichtbares Heinzelmännchen Kaffee und leckeren Butterkuchen bereitgestellt. Ruckzuck hatten wir eine gemütlich Kaffeetafel, an der ausgiebig und ausdauernd gehun- delt wurde, während die Wauwis wiederum ihren Durst stillen konnten und so manchens Mütchen kühlen. Buffy und Dackel Butz kündigten ihren vorläufigen Frieden wieder auf, sodass sie getrennt wurden. Danach nahm der Nachmittag einen entspannten Verlauf. Buffy ist rechts mit der entfernt verwandten Caitlin vom Ansveruskreuz zu sehen, die trotz ihrer elf Jahre munter dabei war und auch nach der langen Wanderung noch nicht die Spur müde. Auf dem oberen Bild guckt er – gespannt von den Fußspitzen bis zu den Ohren – zum einzigen Konkurrenten rüber, auf den Fiene (re. unten) sehnsüchtig wartet.
Alles in allem ein sehr gelungener Tag! Frau Zoëga (und dem von ihr eingespannten Heinzelmännchen) ist für die Organisation zu danken, umso mehr als sie gerade einen Wurf > liegen hat, und für alle, die bei dieser ersten Wanderung dabei waren, ist klar, dass wir nichts dagegen hätten, wenn sich aus diesem Treffen eine weitere irische Tradition entwickelte.
12. Mai. Warme, frühsommerliche Pfingsttage. Auch wenn Buffy und ich webmäßig etwas abgetaucht waren, heißt das nicht, dass wir nichts erleben würden. Erst vorgestern, zum Beispiel, ist quasi vor unseren Füßen – äh... Pfoten – ein Rettungshubschrauber gelandet. Wüst haben die Rotorblätter geknattert und der Staub ist uns in Augen und Nasenlöcher geflogen, aber Buffy war ziemlich begeistert von dem Spektakel. Er ist halt ein richtiger Stadtbutscher geworden, so schnell nicht aus der Fassung zu bringen. Allerdings kann er bei den warmen Temperaturen auch städtischem Müßiggang etwas abgewinnen.


Er liegt gerne im Garten und geht dabei seinem großen Hobby nach: Holzarbeiten aller Art. Kein herunter gefallener Zweig, kein Ast und keine Rindenstücke sind vor ihm sicher. Er schreddert alles kurz und klein, und – leider, leider – verschluckt dabei nicht selten kleine Holzteile, die ich später gelegentlich beim Einsammeln seiner Hinterlassenschaften wieder finde (gestern traf ich die Besitzerin einer einjährigen JRT-Hündin, die sagte, ihre habe das als Junghund auch getan, es habe ihr nicht geschadet und von selber aufgehört). Na, Hauptsache, Buffy schredert draußen! Drinnen, das sei hier freimütig eingeräumt hat er bisher (nur) ein Handyladekabel zerlegt (was Herrchen zu einem neuen Handy verhalf) und, erst vor ein paar Tagen, eine Zeitung zu Konfetti verarbeitet. In beiden Fällen war er mächtig stolz auf seine kreativen Anwandlungen. Im Bücherzimmer (re., in der offenen Balkontür) hat er Papierarbeiten zum Glück unterlassen; er guckt aber gerne vom Balkon und sieht dann bspw. die hier mal leere Hängematte, um deren Gebrauch sich die Herrchen sommers gelegentlich kabbeln, und den Birnbaum; oder er hält die Nase genießerisch in den Wind und lässt sich wie wir vom Duft des Flieders betören, der direkt unterm Balkon in voller Blüte steht.
Richtig stolz bin ich, dass er sich auch draußen von den Hunden, die in der Nachbarschaft gelegentlich kläffen, nie anstecken lässt, obwohl er sein 'Revier' im Ernstfall durchaus mit einem überzeugenden Knurren zu verteidigen weiß (und auch Schutztrieb zeigt). Er ist da unserer früheren Airedale-Hündin sehr ähnlich.
Die großen Runden heben wir uns für früh morgens oder abends auf. Sie führen uns im ersten Fall gerne an Flüsse oder Seen, wo sich Buffy abkühlt, oder im anderen – ganz zufällig – in Biergärten, wo die Herrchen das gleiche tun. Buffy döst dann unterm Tisch und freut sich, wenn eine nette Bedienung ihm einen Wassernapf hinstellt (es darf auch mal ein Eimer sein ;-).

Schilder wie dieses markieren die Grenzen des riesigen Areals, und es ist wahrlich eine Freude, unter den abgebildeten Verbotsschildern einmal keinen durchgestrichenen Hund zu sehen! Wo gibt es schon nahe der Innenstadt eine solche Gelegenheit die Hunde artgerecht toben und spielen zu lassen? (Wobei 'artgerecht' für Buffy zurzeit heißt, dass er nur das eine im Sinn hat... )


Selbstredend war Buffy sofort Feuer und Flamme für die junge Dame, die sich gegen seine nachhaltigen Avancen aber resolut zur Wehr setzte.


Zuweilen (aber nie für lange) schien er tatsächlich genug von den ziemlich spitzen Zähnchen seiner neuen Cousine zu haben. Dann war häufig eine wilde Jagd durch den großen Garten angesagt, der übrigens extra für Dumah eingezäunt wurde – oder galt die Maßnahme doch eher den zahlreichen Rehen, die man nicht anders von der Terasse fernhalten konnte?
So oder so – es ist ein wunderbares, sicher eingezäuntes Areal entstanden, von dem Stadtmenschen und -hunde nur träumen können.
Und als wir so die Hunde still beobachteten, sagte Dumahs Frauchen einmal: guck mal, die Augen, wie mit Kajal >...
... und auch dieses Tänzchen dient nur dem ewig gleichen Ziel Buffy's...
Gibt es eigentlich Rauhhaar-Rigdebacks, fragten wir uns, auch wegen der farblichen Harmonie, oder Ridgeback-Terrier? – Keine Bange jetzt, aufgeregte LeserInnen, it's just a joke!


Dabei dauerte die Fahrt nur eine gute halbe Stunde...
In drei Tagen wird Buffy acht Monate alt. Er ist gerade eben über 50 cm groß (selbst und ohne einschlägige Gerätschaften gemessen) und 14,7 kg schwer. Hundedumme erkennen ihn schon nicht mehr als jungen Hund – für uns ist er aber noch ein Baby.




Die Schwierigkeit liegt halt darin, dass so viele Aspekte zugleich passen müssen: Der Hund soll gut stehen, die Ohren müssen sitzen, die Rutenhaltung stimmen, eine gewisse Grundspannung soll vorhanden sein. Dann müssen wir den Fotoapparat überhaupt mal dabei haben. Und er muss eingeschaltet sein. Man sollte nicht lange hin- und her zoomen müssen. Licht und Hintergrund lassen wir mal weg...
So müssen wir uns damit zufrieden geben, dass Buffy wieder zuckersüß ist. Die blühenden Gänseblümchen unterstreichen das noch ;-)
Stöckchen kauen bleibt die große Leidenschaft, aber dass Buffy hier so dicke Backen macht, liegt nicht an einer infolgedessen übertrieben ausgebildeten Kiefermuskulatur... Ich muss wohl den Kopf noch etwas nacharbeiten, damit nicht noch jemand ihn für einen Hamster hält. Nicht zuletzt deshalb hoffe ich, in einem demnächst von den Haseländern organisierten Trimmseminar > dazuzulernen: Wer sich ein wenig für die Ausstellungsszene namentlich der Welsh- und Airedale-Terrier interessiert, dem wird der Ruf, der dem Trainer Jac Houben als Groomer und Handler vorauseilt, nicht entgangen sein.
Buffy wird's bestenfalls wurscht sein. Vielleicht zeigt er in weiser Voraussicht schon sein nunmehr gerupftes Hinterteil und denkt sich seinen Teil...
