
... erst mal wird die Kleine listig auf das Spielzeug angesetzt, und dann verändert Buffy plötzlich die Spielregeln...


1. Juni. Der neue Monat lüftet die Existenz eines weiteren Puppys in unserer Familie. Emilia ist unsere Enkeltochter und wird übermorgen 1 Jahr alt. Heute war sie nach dem Genuss von einer Kugel Vanilleeis so ermattet, dass sie danach in den Schlaf der Gerechten fiel, nicht ohne Buffy zuvor die mit ihren zwei Kuchenzähnchen weich gekaute Eiswaffel zu überlassen. Der zeigte sich darüber sehr erfreut und hätte, als Emilia schlief, wahrscheinlich gerne die Probe gemacht, in welchem Aggregatzustand sich das Eis später in der Windel wiederfand. Durfte er aber nicht ;-)
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Weil der letzte Eintrag des Monats Mai kaum 12 Stunden im Netz ist, verweise ich hier auf den 31. Mai >, der Fans und zufälligen BesucherInnen sonst womöglich entgeht.


30. Juni. Leute, wie die Zeit vergeht! Buffy ist heute neun Monate alt und freut sich seines Lebens (was uns wiederum freut!). Gestern stand wieder mal ein Besuch in Menslage auf dem Zettel. Das gute Wetter sollte man ausnutzen, ich lechzte immer noch nach schönen Standfotos, also musste Hilfe her. Zwei üben, eine knipst:





... und eigentlich wäre es ja Buffy's Part gewesen, die kleine Ruska zum Bad in den vorsorglich wieder mit frischem Wasser gefüllten Muscheln zu animieren. Aber keine Chance, so schnell wird denn doch keine Badenixe aus einer Irin. Vielleicht war der jungen Dame auch nur das Wasser zu kalt? Sie kämpfte lieber mit dem Vetter aus Dingsda um den Schnuddel. Buffy spielte geduldig mit, nur Herrchen schwante beizeiten, dass es ihm wieder mal um nix anderes ging, als ein weibliches Wesen dermaßen platt zu spielen, dass jeder Widerstand erlahmen würde.
Es kam aber nicht zum Äußersten. Ruska wurde in den Welpenauslauf verfrachtet, Buffy in seine Box, und die anwesenden Zweibeiner konnten sich anderem widmen: leckerem Erdbeerkuchen, Kaffee aus der häufge Gäste immer noch verblüffenden neuen Maschine und ausgiebigem Hundeln. Alte Jahrbücher wurden durchgeblättert, Bilder längst verblichener Champions studiert, und was sonst noch geschah, an diesem schönen Sonntagnachmittag in Menslage, das wird man demnächt unter Umständen anderen Orts nachlesen können. Wir jedenfalls schweigen eisern und diskret!
... und weil ich's letztens angekündigt hatte: hier zwei Bilder, leider mit dem Handy aufgenommen, die Buffy im neuen Büro zeigen. Grau, teurer Freund, ist alle Theorie!, möchte man angesichts des unteren Fotos (mit Goethe!) meinen, denn nachdem Buffy ein so hartnäckiges wie leckeres getrockenetes Rinderohr geräuschvoll vertilgt hat, langweilt er sich dermaßen betont, blasiert fast, wie er es zu Hause noch niemals getan hat.
Zuerst sollte es gar nicht klappen! Buffy wollte lieber zum Spielen in den Garten und zappelte deswegen entweder rum oder prüfte, ob er den Kopf nicht durchs Halsband bekäme. Manchmal war er auch mehr an den Nachbarshunden interessiert, anstatt, wie Herrchen es wünschte, schön auszusehen. Irgendwann tat er uns aber den Gefallen und saß wenigstens schon mal. Danach wurde es langsam besser, und aufmerksame BetrachterInnen des nächsten Bilds ahnen, dass auch auf dem platten Land die Mülltrennung penibelst praktiziert wird ;-) – Herrchens Hand ist hier noch aufgeregt an Buffy's Rute. Die wies zwar nie nach unten, wedelte aber so eifrig, dass die Verschlusszeit der Camera nicht hinterher kam. Das Bild kommt einem irgendwie bekannt vor... Gibt es nicht ein ähnliches von 'Tante' Stella?
Und schließlich zeigt Buffy uns endlich eine Ahnung von seiner Schokoladenseite. Ein neun Monate alter Irish Terier Rüde, der in vielen Momenten noch ziemlich welpenhaft wirken kann, gibt sich hier schon mal einige Mühe und zeigt sich – dafür, dass Zeigen noch nicht zu unserem täglichen Training gehört – ganz schön klasse (findet wenigstens das leicht voreingenommene Herrchen).
Danach durfte Buffy aber zum Kalbern in den Garten, wo eine kecke Cousine wartete...
12. Juni. Der großen Hitze folgt die Schafskälte. Leider (man wagt es kaum zu sagen) will und will es nicht regnen! Trotzdem sind die Parks heute leerer, und die Hundeleute trauen sich wieder, ihre Fiffis laufenzulassen. Wir auch – bei einem kurzen Ausflug in der Mittagspause! Alle Bilder im Gegenlicht. Buffy ist (ja, höchst subjektiv!!) wieder zu süß. Ich überlege manchmal, im Überschwang, ihn in Cutie umzunennen ;-))



Das kann nicht lange gut gehen. Und das geht auch nicht lange gut. Dann erlebt Buffy, was ein eingespieltes Rudel ist: Es lässt sich durch Pool- und Maulhelden nicht lange beeindrucken und mobbt unter Ruskas beeindruckender Beteiligung den frechen Eindrinling.

Besonders kess (was das rote Halsband noch unterstreicht) beißt Ruska ihrem aufdringlichen Cousin in die Haxen. Der ergibt sich unter Rufis kritischen Blicken folgsam, und wenn ich raten sollte, was er nun denkt, würde ich meinen: Wir treffen uns wieder...
9. Juni. Was meinst Du, habt Ihr noch Zeit, mal zu kommen, BEVOR das Wetter wieder traditionell schlecht wird? – So war's in einer Mail der letzten Woche zu lesen. Da muss man uns nicht zweimal einladen, kurz entschlossen wurde heute umdisponiert. Es hieß, es gebe auch Eis in der Gefriertruhe... Mein Vorschlag, dass ich frische Erdbeeren dazu mitbringen könnte, wurde nicht zurückgewiesen (und mir fiel erst in Menslage ein, dass ich vor etwas über einem Jahr, noch ohne Hund, zum ersten mal in Menslage war, um Stellas Wurf nach Okie Dokie anzugucken, dass es damals auch bei bestem Wetter Eis mit Erdbeeren gab... ). So vergeht die Zeit.
Als wir heute ankamen waren extra für Buffy zwei Planschbecken mit Wasser gefüllt worden. Es hatte sich herumgesprochen, dass Buffy das Zeug zum Seehund hat. Und tatsächlich plätscherte er ruckzuck im kühlen Nass, die konsternierten Schans'schen Hunde etwas ratlos drum herum. Papa Rufi, ein bisschen angefressen, pinkelte erst mal ins Wasser, wahrte aber sicheren Abstand ;-)
Buffy thronte zwar längst nicht so lassziv wie Venus >, aber reichlich provokant in der Muschel...


Buffy lässt uns und alle BesucherInnen weiter auf ein 'richtiges' Standbild warten, wenn man aber im Kopf alle Bilder von heute zu einem zusammenfügt (ja, das geht!), dann zeigt sich darauf der wahre Buffy, der übrigens auch im richtigen Leben eine stattliche Anzahl von Fans hat. Auf dem Weg hierher, in den belebteren Grünanlagen haben sie sich ihm wieder in Scharen zu Füßen geworfen. Och, das macht doch nichts, wenn er mich anspringt... der is' doch so süß! Manche Leute lassen ihm viel mehr durchgehen, als wir das tun. Ob er denn langsam vernünftiger werde, fragen die Kenner. Ja, sicher, sage ich übermütig und verschweige geflissentlich, dass Buffy seit kurzem ein neues Hobby hat: er zerfleddert mit Leidenschaft Klopapierrollen, die er aus dem Bad klaut und in kleinstmöglichen Fetzen im Haus verteilt! Nein, keine Fotos davon!


5. Juni. Buffy und ich – okay, es ist wohl nicht unhöflich, wenn ich schreibe: ich und Buffy – haben einen neuen Spazierweg entdeckt. Wo vor nicht mal einem halben Jahrhundert noch Schiff an Schiff lag, sind heute die Hafenbecken zugeschüttet. Jetzt soll wohl alles besser werden. Man plant die Überseestadt, und genau gegenüber entsteht gerade ein architektonischer Knalleffekt: der Weser Tower >. Hui!


Auf der anderen Seite, also da, wo wir uns befinden, ist noch tote Hose. Vom Tower sieht man noch nichts, nur ein paar einsame Kräne. Dafür wabert uns der Geruch von Honig Smacks und Cornflakes um die Nasen, gemischt mit einer deutlichen Dieselnote von den hier festgemachten Tankschiffen – lecker!
Buffy hält die Nase in den Wind, der aus der anderen Richtung kommt. Die Hitze ist keine rechte Freude mehr, Regen hatten wir lange nicht, wie das verdorrte Gras auf dem Deich zeigt.
Dafür: wieder weit und breit keine picknickenden und grillenden Massen, keine Sonnnenbaderinnen oder Federballspieler, noch nicht mal Radfahrer. Postkartenwetter und klare, weite Sicht. Ein bisschen Industrieromantik... Perfekt! Wir können entspannt den frühen Abend genießen, eine Bank an der Landspitze lädt zum Ausruhen ein.




... und dann hat dieses Stadtviech doch die Stirn und legt sich ins Wasser...
Die Großen wenden sich mit Grausen ab. Nur Klein-Ruska, Buffy's reizende Cousine, guckt noch mal genau hin, und bringt Buffy schließlich sicher an Land.
Die beiden toben mit – und um – den Schnuddel. Den Großen ist es dazu viel zu warm. Buffy, erfrischt dam Bad entstiegen, hat eigentlich anderes im Sinn, wie wir gleich sehen werden...

Zu Recht, oder? – Er kann aber auch ganz anders...

... zum Beispiel so! Weil er noch nicht am Fahrrad gelaufen ist, warten wir gespannt ab, ob seine Talente eher (nur) im Sprint oder aber (auch) auf Mittel- und Langsstrecken liegen ;-)
24. Juni. Es ist eine Menge passiert und vieles wäre zu berichten, wenn die Zeit reichte! Buffy und ich haben ein neues Büro bezogen. Oft darf Buffy mit hinein, manchmal muss er (kurz) im Auto warten und in den Pausen treibt er sich begeistert mit anderen Campus-Hunden herum, von denen es erstaunlich viele gibt. Sogar auf unsererer Etage 'leben' noch zwei weitere Hunde, schwarze Pudelrüden, aber deren Frauchen hält es vorerst für klüger, die Begegnungen der Hunde kurz zu halten. Tatsächlich haben auch alle drei Hunde und ihre Leute ein wenig überrascht aus der Wäsche geguckt als wir uns das erste Mal unerwartet vorm Fahrstuhl trafen... Bürobilder gibt es noch keine (anständigen); sie werden aber bald möglichst nachgeliefert.
Außerdem haben wir vor einigen Tagen mit einem leichten Fahrradtraining begonnen. Meistens fahren wir kurz zum nächsten Park, stellen dort das Rad ab, und gehen zu Fuß weiter, um am Ende die paar Meter wieder zurück zu radeln, das heißt: ich radle, Buffy läuft. Er hat schnell gelernt, worauf es ankommt. Aber auch davon gibt es – naturgemäß – keine Bilder.

Dafür sehen wir ihn hier im Wechsel im heimischen Vorgarten und im öffentlichen Grün. Als ob er kein Wässerchen trüben könnte gibt er den Rosenkavalier. In Wahrheit (und wenn das überhaupt ein Kategorie für Hunde sein kann ;-) ist sein Verhalten kaum mehr als chevalesk zu bezeichnen. Munter und von keinerlei Skrupeln gebremst bedrängt er fast alle Hündinnen, stärker noch alle Kastraten, deren Besitzer, wenn sie denn geahnt hätten, dass es mit einem kastrierten Rüden unter ungünstigen Umständen wie mit einer dauerläufigen Hündin ist, sicherlich gerne auf diesen Eingriff verzichtet hätten. Seine Masche ist jedenfalls stets die gleiche: zuerst werden potenzielle KandidatInnen platt gespielt, bis schließlich kaum mehr Widerstand zu erwarten ist, und dann auf sie – ohne Gebrüll. In der Hundeschule sind wir schon etwas verschrien...
Und dann diese Bilder. Zeigen sie wirklich einen sex maniac, den man nicht von der Leine lassen darf? Hoffen wir mal, dass das nur eine Phase ist, die vorüber geht. Oder hilft es, die Runden am Fahrrad allmählich zu steigern – oder gelegentliche kalte Duschen? Wir werden die geneigte Gemeinde auf dem Laufenden halten!




