Wie auf den Fotos unschwer zu sehen ist, kann es richtig Spaß machen, zu hundeln! Hier entdecken zwei Herren mittleren Alters, dass sie sich virtuell längst kennen. Und dass Unterhaltungen im wahren Leben sehr viel spaßiger sind als in allen Internet-Foren dieser Welt. Überhaupt gehörte es für mich zu den spannendsten Erfahrungen dieses Tages (okay: die Hunde waren nicht zu toppen!!), einige derjenigen Leute persönlich kennenzulernen, die seit Monaten regelmäßig Buffy's Diary besuchen und so an seinen und unseren Geschichten teilhaben. Hat mich bisher schon die überraschend hohe Besucherzahl davon abgehalten, das Tagebuch langsam einschlafen zu lassen, verpflichten mich jetzt die vielen freundlichen LeserInnen, die ich in Münster kennenlernen konnte, eifrig weiter zu berichten. Vielleicht, diese These scheint mir gar nicht mehr gewagt, würde sich manche Animosität unter den IT-Fans der diversen Lager in Wohlgefallen auflösen, wenn die Kontakte nicht nur im Internet bestünden, sondern anlässlich von Treffen, wie dieses Mal in Münster, begründet, gepflegt und erneuert würden. Es dürfen ja alle Terrier-Leute bleiben... ;-))

Spannend war, Buffy's Bruder Max aus Oberursel wieder zu treffen. Hatte ich beim letzten Mal > noch angenommen, die beiden würden sich irgendwie wieder erkennen, so haben sie sich nun erst mal kräftig angeranzt – was will der denn hier!?! – sich danach auch wieder beruhigt, aber so ganz wollte sich die Anspannnung nicht mehr auflösen. – Keine Ahnung, wie die Begegnung verlaufen wäre, wenn die beiden und überhaupt alle Hunde an diesem Tag frei hätten laufen können.

Fotos (3): © A. Ambronn

Schließlich mussten wir das tun, wozu wir gekommen waren: die jungen Hunde vorzeigen. Max und Buffy sollten also mit Vater Rufi in den Ring, was nicht ganz einfach war, und die Herrchen mindestens so beeindruckt hat, wie die Wauwis. Das Fernsehen war sogar da! Und etliche Leute, fast alle mit eigenen Hunden, umlagerten den Ring. Da soll einer cool bleiben...

Irgendwo im World Wide Web habe ich ein Ringfoto mit Rufi, Max und Buffy gesehen, kann es aber gerade nicht wieder finden.

Gefunden habe ich diese zwei Bilder, die Buffy bei seinem ersten Auftritt zeigen. Sie sind mit einem Copyright-Wasserzeichen versehen, das herauszuschneiden ich mich nicht getraut hab'. Weil die Bilder so schön sind, will ich nicht darauf verzichten. Also eines mit Herrchen (wie gehabt eigentlich ;-), und eine schöne Kopfstudie – auch wenn das Hunderl arg am Halsband und der strammen Leine hängt...

Allen Fotografen des heutigen Tagebucheintrags sei herzlich gedankt, und natürlich den Veranstalterinnen und den vielen Helfern, die den ersten Junge-Hunde-Tag aus der Taufe gehoben und zu einem Erfolg gemacht haben!
Fotos (2): © P. Jaspers

Ich bin vor lauter Aufregung – und weil es nicht ganz ohne ist, einen halbwüchsigen Rüden unter lauter Gleichaltrigen an der Leine zu haben – nicht zu einem einzigen eigenen Foto gekommen. Ein Nachteil! Der Vorteil liegt allerdings darin, dass ich auf manchem Bild zu sehen bin. Beim fröhlichen doggie talk etwa.

Die Haseländer >, Susann und Helmut Gielians, haben das Seminar perfekt organisiert und mit sehr großzügiger Gastfreundschaft über die Bühne gebracht: Haus und Garten waren allen offen, zusätzlich zu den festen Schutzdächern waren eigens große Zelte aufgestellt worden, wo nicht zuletzt auch die leiblichen Bedürfnisse gestillt wurden.

Juli 2008:

6. Juli. Am Wochenende fand bei Familie Gielians in Merzen ein Trimmseminar unter der Anleitung von Jac Houben statt. Ich kann der geneigten Gemeinde versichern: selten habe ich so viel geschwitzt und dafür noch Geld abgedrückt. Leider habe ich nicht so sehr viele Bilder machen können, die auch gar keinen Überblick über die beiden tollen Tage vermitteln – es waren aber, neben den trimmenden Damen (Mehrheit) und Herren (Minderheit) auch einige mitangereiste Gatten zugegen, die sich die Zeit mit Fotografieren vertrieben, sodass sicher in den nächsten Tagen andernorts die richtigen Bilder zu sehen sein werden!

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In den knapp bemessenen Pausen führte Helmut Gielians uns unter anderem an den Merzener Dorfteich, wo einige Welpen prompt die Gelegenheit nicht nur zum Baden, sondern – man lese und staune – auch zum Schwimmern nutzten. Das Publikum sah verblüfft zu.

Von der Arbeit selber habe ich keine Bilder, schließlich war ich nicht zum Knipsen gekommen, sondern wollte meine in der Rückschau doch sehr rudimentären Trimmkenntnisse vervollkommnen. Meine Fotos zeigen also eher das 'Rahmenprogramm' (und auch das nur in Auszügen). Zunächst noch mal eine liebliche Parkszene, die einen fast vergessen lässt, wie anstrengend die zwei Tage doch waren.

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31. Juli. Buffy ist 10 Monate alt! Sportliche 14 Kilos leicht, spurtet er jetzt regelmäßig kurze Strecken neben dem Fahrrad, hat jüngst die Kaninchenjagd entdeckt und ganz nebenbei bemerkt, dass läufige Hündinnen doch noch einen Tick interessanter sind als kastrierte Rüden, seine bisherigen Fovoriten. Gestern konnte ich ihn nur in letzter Sekunde von einer schwarzen Mischlingshündin ziehen, mit der ihre döspaddeligen Leute sich im Park niedergelassen hatten... :augenroll:

27.07 >

27. Juli. Puh! Haben wir über Kälte im Hochsommer oder den vielen Regen geklagt? Gemosert, dass wir drei- oder viermal am Tag den Hund trocken rubbeln mussten? Haben wir tatsächlich mal einen romantischen Schlager bemüht, um dem Dauerregen so etwas Gemütliches abzugewinnen?

accuweather.com meldet 31° für Bremen – gefühlte 35° Celsius. Der Sommer meldet sich eindrucksvoll zurück und wir hängen möglichst bewegungslos im Schatten ab. Am frühen Morgen noch hatte Buffy im Park eine 8jährige Berner Sennen Hündin zum fröhlichen Spiel animiert. Das macht die sonst nie, sagte der erstaunte Besitzer. Aber Buffy ist – sagen wir: kann – halt ein wahrer Charmebolzen sein und die muffeligsten Hunde (und Menschen) aufheitern.

Lazy sunday afternoon... Buffy spitzt höchstens mal die Öhrchen, wenn von weiter weg ein leises Bellen zu hören ist. Und wenn er zum Frühstück noch mit der Sonne durch den Garten gewandert ist (mir war's da schon sehr warm), hat auch er sich jetzt für die Kühle entschieden.

Wir freuen uns an den Kübelpflanzen (trauern ein wenig um das früher so imposant blühende Pupurglöckchen) und bewundern Hanumân, ein Sinnbild von Ruhe und Dynamik, der unser Gärtchen zuverlässig bewacht, wenn Buffy mal außer Haus oder irgendwie innerlich abwesend ist. Aber jetzt dösen wir zusammen im Garten oder suchen die Plätze mit Durchzug im Haus auf und warten auf den Abend.

19. Juli. A rainy day. Auf dem Weg zum Bäcker kommt mir ein Mann entgegen, hastig in einen Trenchcoat gewickelt, mit einem dicken Packen Wochenendzeitungen unterm Arm, kämpft er mit seinem Regenschirm, sieht Buffy, bleibt stehen, grinst von einem Ohr zum anderern und sagt, ergriffen fast: Wie schön! Buffy wird vorm Bäcker angebunden. Als ich mit unseren Frühstücksbrötchen wieder herauskomme und ihn losbinden will, hockt ein junger Mann vor ihm, streichelt ausgiebig den klatschnassen Hund und sagt mit einem netten, englisch anmutenden Akzent: Der ist ja schön und so freundlich! Der Mann ist Ire, stellt sich heraus, und arbeitet für einen irischen Billigflieger am Bremer Flughafen. Mittags am Eingang zum Park. Es regnet noch immer in Strömen. Da spricht mich ein junges Paar an, wie so oft mit dem dicken alten Dackel einer dicken alten Tante unterwegs: Ich hab dich heute morgen mit Buffy gesehen, sagt der Mann, der bewegt sich ja so was von klasse! Und wir klönen mitten auf der ruhigen Wohnstraßenkreuzung über die Hunde, bis uns ein Auto weghupt. Raindrops Keep Fallin' on My Head > und die Sonne scheint irgendwie von innen...

16.07. >
27.07. >

16. Juli. Nach einigen Tagen Pause meldet sich heute das Herrchen zurück. Buffy liegt, nachdem er den Napf blitzeblank geschleckt hat, satt und ermattet in der Box, träumt von den Hundedamen des Nachmittags (es war sogar eine Irin auf Bremenurlaub dabei!!!) und genießt mutmaßlich, dass auch der sauberste Napf noch leichten Pansengeruch verstömt...

Wir haben gar nicht so viele Fotos gemacht in den zurückliegenden Tagen, dafür dürfen wir aber mit Erlaubnis von Gielians' >, die die Trimmtage mit tierisch – äh: hündisch – vielen Fotos dokumentiert haben, und dem Fotografen zwei schöne Buffy-Bilder mopsen:

07.07. >
19.07. >

7. Juli. The day after...

06.07. >
16.07. >
... mich mit deinem besch... fotoappparrrat zu verfolgen...
... DANN MUSS ICH DIR LEIDER MAL ZEIGEN, WAS 'NE IRISCHE HARKE IST!
ECHT JETZT, ALTER!!
... aber wenn du jetzt nicht gleich aufhörrrrrrst...
überleg's dir, wir haben eigentlich noch nie grrroßartig ärger gehabt...
du hast mich jetzt wirrrrklich genug fotografiert!!
... aber so langsam isses nun auch mal gut!
... und, ja, ich finde auch, du hast das wirklich ganz gut hingekriegt...
... jaa, herrchen, du hast mich toll getrimmt...

An beiden Tagen brachte ein Partyservice ein leckeres (und wie die häusliche Waage später gnadenlos vermittelte) reichliches Mittagessen, nachmittags gab's Kaffee und Kuchen obendrein, und zwischendrin wurden von den umsichtigen Gastgebern stets kalte und warme Getränke bereit gestellt. Für die Nacht waren preisgünstige Zimmer in umliegenden Gasthäusern reserviert, sodass die Anreisenden sich um nichts kümmern mussten. Dafür ein großes Dankeschön!

Buffy, auf den letzten fünf Bildern immer noch im Stadium des work in progress, begeisterte sich wiederum sehr für die Hundedamenwelt und vollführte im großen Garten wie bei einem Spaziergang an der Hase vor Freude lustige Bocksprünge. Wieder zu Hause fielen dem Rest der Familie zuerst die (von mir gerupften) Löcher ins Auge – aber ich habe ja gelernt, dass es bei einem solchen Seminar nicht darauf ankommt, sondern auf die Aneignung der handwerklichen Fähigkeit und mehr noch die Übung, seinen Hund richtig zu sehen ;-) Na denn!

Die junge Hundedame > auf dem oberen Bild (vorn) hat am Sonntag in Dorsten abgeräumt. Sie kam allerdings schon perfekt vorbereitet nach Merzen. (Dass meine ab jetzt Bilder buffylastig sind, bitte ich zu entschuldigen.)

Wenn es aber noch einmal – und die Aussicht ist zum Glück nicht unrealistisch – ein Trimmseminar bei den Haseländern gibt: Leute fahrt da hin! Gielians sind super gastfreundlich, Jac Houben ist ein toller Lehrer, der alle (!) von da mitnimmt, wo sie und ihre Hunde stehen. Man lernt eine Menge, auch die, die schon lange trimmen und womöglich ihre Hunde für Ausstellungen vorbereitet haben. Jede/r bekommt die Vorzüge seines Hundes gesagt und wie sie zu unterstützen sind, für die Fehler gilt das Umgekehrte. Und schön zu erleben ist auch, wie Jac mit den Hunden in Beziehung tritt, sodass sie nie Sportgerät sind – oder Projektionsfläche für Herrchens und Frauchens Eitelkeit! Eine große Freude für Terrierfans, einen solchen Terriermann zu erleben!

Man lernt auch, wenn man Jacs Begeisterung erlebt, dass Hunde auszustellen tatsächlich Sport ist – oder im guten Fall – sein kann.

Buffy befindet hier noch im ziemlichen Rohzustand. Herr und Hund sind noch fit und sehen dem Geschehen entspannt entgegen. Das folgende Bild zeigt Buffy, schon slightly cultivated, gespannt beäugt von seiner Züchterin. Aber wer legt hier gerade Hand an das Hundchen? Ich jedenfalls nicht, und der Meister, den ich anfangs in Verdacht hatte, auch nicht. Also, liebe Trimmlehrlinge, wer von Euch war's?

Fotos (2): © H. Wellmann

Das untere Foto, noch immer auf dem Tisch und schon etwas weiter im Trimming zeigt Buffy mit seiner Mutter Lotti, die ebenfalls fein gemacht wurde und geduldig auf dem Trimmtsch ausgeharrt hat.

Foto: © Anne D. Schans

Und damit kommen wir jetzt zu einem weiteren highlight der IT-Szene dieses Frühsommers: Der Irish Terrier Förderverein hatte zum ersten deutschen Junge-Hunde-Tag die ITs des Zuchtjahres 2007 geladen und viele, viele kamen nach Münster. Ein Bericht dazu findet sich auf der website des Fördervereins >. Zugriff auf viele Fotos finden Neugierige unter den Rubriken 'Veranstaltungen' in den zwei Foren (s. u. Links >).

19.07. >
30.07. >