

In Menslage kommen in den frühen Morgenstunden kleine Irish-Terrier auf die Welt, ein Projekt, lange angedacht und ungeduldig erwartet, wird konkret. Lotti, J Ch Rufus Lusty Lioness, so klein wie drahtig, wirft sieben entzückende kleine Monstren, rekorverdächtig schwer – oder sollte der Vater am Ende vielleicht doch nicht Rufi, J Ch Rufus Under my Spell, sondern vielleicht ein Rhodesian Ridgeback aus der näheren Umgebung sein, der sich nun stiekum seiner Verantwortung entzieht?
Wir waren jedenfalls in den entscheidenden Stunden am Morgen des besagten Tages nicht zugegen, sondern weilten im fernen Süden Frankreichs, wurden aber von einer internetbegeisterten Züchterin stets mit akutellen Nachrichten und vor allem frischen Bildern versorgt. Knapp eine Woche später, am 6. Oktober, kam es dann zu einer ersten realen Begegnung im herbstlich-nebligen Menslage.
Erst einmal wurde die stolze Mutter ausgiebig begrüßt und gelobt, dass sie so hübsche und gesunde Welpen auf den Weg gebracht hat, die nun allesamt wie verrückt wuchsen. Dann nahm ich den Welpensegen in Ausgenschein, ein Hündchen schöner als das andere und alles propere, rotgolden glänzende Würstchen...
Damit die Zweibeiner nicht vom Fleische fielen und auch zur Beruhigung gab's dann erst einmal Pflaumenkuchen und Kaffee, die Welpen robbten an die Milchbar, und dann hatte ich plötzlich ein kleines Hündchen in den Händen, das munter meinen Daumen beanspruchte. Sollte dies am Ende Buffy sein? – Nach langen sechs Monaten ohne Hund war die Welt wieder in Ordnung!
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Dieses und andere Bilder wurden am Abend desselben Tages noch eifrig herumgezeigt. Alle erregten Bewunderung – ach, wie süß – und insbesondere der Damenwelt gefiel, dass derjenige, der nun vielleicht bald mit dem Namen Buffy leben muss, die noch geschlossenen Augen wie mit Kajal betont zeigte. Weil aber diejenigen, die es aus bestimmten (weil sie das falsche Geschlecht hatten) oder unbestimmten Gründen (weil sie vielleicht gerade ungünstig verknäuelt oder anderweitig beschäftigt schienen) nicht auf meinen Schoß schafften nicht weniger reizend sind, sollen drei weitere Fotos hier Auskunft über den Rest der viel versprechenden Wurfgeschwister geben. Zuerst alle zusammen, wundersam nach Geschlecht sortiert, dann die vier Rüden und schließlich die Hündinnen, die eine Schwester als Ruhemöbel entdecken...



Ganze vier Tage später, am 10. Oktober, trieb eine Mischung aus kaum zu stillender Ungeduld, Neugier und Vorfreude mich wiederum nach Menslage. Ist ja gar nicht so weit weg, dachte ich und hatte dabei nur die Vollsperrung der Autobahn nicht einkalkuliert, die die Rückreise zu einem längeren, beinahe meditativen Erlebnis werden ließ.
Aber die munteren Welpen zu sehen, die sich immer mehr und ausdauernder bewegen, größere Hindernisse – seien es Geschwister, die Falten wie Berge und Täler bildende Decke der Wurfkiste oder gar die Mutter – bezwingen und dabei die kleinen Beinchen schon so kräftig einsetzen, das war eine Freude. Die Welpen werden täglich kräftiger und schwerer; bis zu 90 Gramm, so die zufriedene Züchterin, nehmen sie in dieser Phase pro Tag zu. Bedenkt man die Geburtsgewichte, wird klar, dass jetzt schon ziemliche 'Wuchtbrummen' zu bestaunen sind. Es verwundert also nicht, dass dieser kleine Rüde, von dem ich annehme, er könnte später mal unserer werden und Buffy heißen, nun schon meine beiden Hände ausfüllt – wie das folgende Foto beweist:

Am 27. Oktober waren wir nun endlich zu zweit bei der Rufus-Family zu Besuch. Deshalb gibt es heute noch mehr Fotos!! Ich durfte auf Socken in den Welpenauslauf und war bald großes Abenteuerspielzeug für alle Fiffis, die an meinen Zehen knabberten, schnüffelnd um mich herum liefen und waghalsig an mir hochkletterten. Wir waren zugegen, wie die Puppies ihre zweite 'feste' Mahlzeit bekamen. Vorher wurde jedoch noch wild getobt, dann gings an die Milchbar und erst hinterher ans Welpenfutter. Die kleinen Monstren fraßen wie die Scheunendrescher. Ratzfatz waren zwei Pötte leer, bis auf kleine Anstandsreste für Muttern. That's life!


So heftig sich die Bande auch übers neue Futter hermachte, wurden doch schon alle zu sauberem Fressen angehalten; wer meinte, seine Chancen verbessern zu können, indem er in den Napf stieg, wurde bestimmt wieder rausgeholt und musste seinen Platz zurückerobern. – Wir waren verblüfft, wie zielstrebig die Zwerge zur Sache gingen und wie selbstverständlich sie das Fressen annahmen. Immerhin wurde gestern erst zum ersten Mal zugefüttert.

Danach fielen die Würste dann aber doch stumpf um, plumpsten übereinander und hielten ein Mittagsschläfchen. Mancher, wie der Knuddel im Bild oben, entdeckte beim Wegdösen, dass man sich mit der hinteren Pfote gut am Ohr schuppern kann und ein anderer, von dem wir denken, er würde vielleicht mal Buffy werden (wollen), machte sich als alle schliefen unverdrossen zu Lotti auf und forderte seinen Nachschlag. Vorgewürgt kriegte er aber nix!

Irgendwann danach erneuerte er dann selbstbewusst und völlig entspannt das noch flüchtige Band zu einer Person, die vielleicht mal Buffy's Herrchen werden könnte...

... lässig mit gekreuzten Pfoten.

Um es aber mit der coolness nicht zu übertreiben und vielleicht um dem einem potenziellen Herrchen eine sentimentale Freude zu machen, ließ er sich dann ganz babylike zurückplumpsen und nuckelte völlig uncool an dessen Daumen – oder testet er nur die schicken neuen Zähne?

Am 13. Oktober, die Welpen sind noch nicht ganz zwei Wochen alt, erreicht uns ein neues Rufus-Kennel-Bulletin: alle Welpen sind damit beschäftigt, die Augen zu öffnen, die Hündinnen haben dabei einen leichten Vorsprung. Dafür hat der erste Rüde die 1.000-Gramm-Marke gerissen, doch die Wurfgeschwister stehen ihm nicht viel nach. Ein aktuelles Foto der Züchterin, dass ich hier nicht unterschlagen will, zeigt, wie rasant die puppies wachsen, und lässt erahnen, welche Leistung Lotti da gerade vollbringt. Und sie muss sich ganz schön strecken, dass alle sieben Wonneproppen Platz finden! – Wir erfreuen uns an den schönen Farben und raten von Neuem: wer ist Buffy?

16. Oktober. Wieder in Menslage. Vieles hat sich getan! Die puppies haben die Augen auf, sie machen Bewegungen, die schon ziemlich nach Laufen aussehen und stehen auf den eigenen Beinchen – wie kleine Wackeldackel. Wenn man sie jetzt hochnimmt – viel- leicht zum munteren Buffyraten – reicht sie zu halten nicht mehr aus: man muss sie richtig festhalten! In die Wurfkiste ist jetzt ein neuer Ton eingezogen. Es wird geknurrt, gefiept und - ja! - gebellt. Die Fiffis haben wohl übers Wochenende gemerkt, dass sie Hunde sind.
Wann immer ich gerade denke, auch ich könnte die Welpen nun unterscheiden – etwa um Buffy zu knipsen – sortieren sie sich um, krabbeln wild durcheinander und fordern dem Betrachter einige Konzentration ab. Gute Übung für später vielleicht, wenn die Frage ist: schifft er mir jetzt gleich auf den Teppich oder hab' ich noch Zeit, mir die Schuhe anzuziehen, bevor es nach Draußen geht...
Aber gut, bis dahin läuft ja noch 'ne Menge Wasser die Weser runter!



Das Hündchen in der Mitte (mit dem schönen Rutensitz ;-) habe ich beim Fotografieren noch für Buffy gehalten, aber jetzt vermisse ich doch dasjenige Körperteil, welches auch ein kleiner Rüde aufweisen sollte, um sich als solcher zu qualifizieren. Man kann schließlich nicht alles auf einmal im Blick haben!
PS: Buffy, welcher der Rüden das auch jemals geworden sein wird, soll mit wahrem Namen Rufus Whoops it's Buffy heißen...
17. Oktober: Ein Foto der Züchterin aus dem heutigen W-Wurf-update will ich nicht unterschlagen, es zeigt, dass alle puppies über Nacht "sitz!" gelernt haben. Außerdem habe es wieder rekordverdächtige Gewichtszunahmen gegeben. Mehr, auch einen kurzen Videoclip, gibt es wie immer unter Wurf aktuell > auf der Rufus-Website.
26. Oktober: Zehn lange Tage konnten wir nicht nach Menslage fahren. Weil wir aber laufend mit frischen Bildern und aktuellen updates versorgt werden, möchte ich zwei neuere Schnappschüsse nicht vorenthalten, bevor wir morgen wieder selber mit der Kamera bewaffnet die wilden sieben besuchen.
Hindernisse haben den Zweck, sie zu überwinden: Alle Welpen haben die Wurfkiste längst hinter sich gelassen und spielen nun schon munter im Welpenauslauf... wenn sie nicht gerade pennen.

Diese beiden letzten Fotos sind vom 23. Oktober, das heißt, wenn wir morgen wieder zu Besuch fahren, können wir sicher wieder einen deutlichen Entwicklungssprung bestaunen: Die puppies werden am Sonntag vier Wochen alt!
Und schließlich war da noch – um die Karten vielleicht noch einmal neu zu mischen? – ein hübscher kleiner Rüde, als wollte er sagen, überlegts euch gut, auch ich könnte mich vielleicht irgendwann einmal mit dem Namen Buffy abfinden. Uff! Irgendwie auch süß, oder?
