5. Dezember. Ein aufregender Tag. Heute war Buffy das erste Mal an der Leine – und vor allem: so richtig draußen. Der Impfschutz ist jetzt einigermaßen belastbar. Deshalb haben wir endlich Haus und Garten verlassen und ein neues Universum entdeckt! Die Leine hat ihn wenig gestört – alles andere war viel spannender: Menschen (vor allem Kinder), alle Hunde, der Park mit seinen vielen Gerüchen. Auch ohne Leine ging es im Park klasse. Nachdem er aber den dritten Passanten mit seinen Matschefüßen angesprungen hatte, kam er wieder ans Band. Autos, Busse, Müllabfuhr (aus der Nähe), die Straßenbahn und ein Martinshorn (von ferne) haben ihm absolut nichts ausgemacht. Er hat immer interessiert hingeguckt. Das sind doch sehr gute Vorraussetzungen für ein Stadtleben.

Fotos gibt's davon leider keine aber vom Nachmittagsprogramm. Ein wahrer Hüne kam zu Besuch in unseren Garten:

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4. Dezember. Buffy schläft jetzt zu meiner großen Erleichterung nachts sieben Stunden am Stück durch. Damit ist er nachts quasi wasserdicht. Wenn das kein Fortschritt ist! Am Tage fordert er unsere ganze Aufmerksamkeit, wenn er nicht gerade nach dem Futtern schläft (in der Box) oder urplötzlich mitten im Toben zusammenklappt und auf der Stelle ins Koma fällt. Das erleichtert jeweils auch. Man lehnt sich unwillkürlich zurück und atmet einmal tief durch, wenn der Kamikaze-Tiefflug eines Irish-Welpen endet und nix und niemand Schaden genommen hat. Ächz! Die Quote (s.o.) verbessert sich allmählich und doch haben wir an Tag fünf einen deutlichen Hang zu 'Hausfrauenhänden' entwickelt...

Die kurze Nacht verbrachten Buffy und ich im Gästezimmer. Es gab nur kurzen Protest, als ich Buffy in einen schnöden Pappkarton verbannte, der zwar mit einem heimatlich aromatisierten Vetbed ausstaffiert war, aber leider, leider einen umgestülpten Wäschekorb als 'Dach' hatte.

Um 0:30 waren wir vor Schlafengehen zuletzt draußen, dann wieder um zehn nach zwei, um kurz vor halb fünf und um viertel nach sechs – immerhin durfte ich danach bis halb neun Uhr durchschlafen. Buffy wäre wohl auch früher rausgegangen, hat sich aber eifrig mit einem Schafsohr vergnügt – das arme Tier – ich hörte die Zähnchen im Halbschlaf leise nagen.

Die Quoten der ersten 24 Stunden?
pinkeln: 28 (draußen) : 6 (drinnen), davon (nur!) einmal Teppich
häufeln: 5 (draußen) : 0 (drinnen) thanks a lot ;-))

Besuch hatten wir auch schon! Alle waren begeistert, weil sich Buffy ohne eine Spur von Scheu oder auch nur Zurückhaltung genähert hat. Die ersten Nachbarinnen hat er auch schon am Gartenzaun begrüßt. Neue Geräusche (eine Schlagbohrmaschine beim Nachbarn, die olle Heizung, das Klingeln an der Haustür, unsere hyperlaute Espressomaschine, ein Fön!) werden geprüft, stören nicht wirklich – auf keinen Fall lange.

Bleibt an dieser Stelle, den Züchtern, den Eheleuten Schans, herzlich zu danken, insbesondere aber Frau Schans! Ich habe mich zu jeder Zeit gut beraten gefühlt und den netten Kontakt sehr genossen. Dass es dieses Welpen-Diary schon seit bald neun Wochen gibt, dass ich dauernd in Menslage aufschlagen, die Welpen und die Elterntiere kennenlernen und wie wild knipsen konnte und dabei nie das Gefühl haben musste, vielleicht zu aufdringlich zu sein – das alles weiß ich sehr zu schätzen. Herzlichen Dank für eine schöne Zeit und einen tollen Hund!

Gleich danach wieder ins Gärtchen, hat auch alles geklappt. Das große Geschäft kam später, aber immerhin auch draußen. So konnten dann weitere Räume besichtigt, erobert werden. Überall lagen famose Sachen zum Kauen rum; für Begeisterung sorgten vor allem die reichlich abgespielten Teile, die noch von Pelle > übrig waren, einer Airedale-Dame, die bis zum Frühjahr Buffy's Vorgängerin war. Im Wohnzimmer, das war zuerst dran, hat Buffy zuverlässig Pelles alte Lieblingsplätze aufgespürt und wieder belebt.

Der Sessel im Hintergrund gibt eine schicke Höhle ab, wie überhaupt alles höhlenhafte große Anziehungskraft besitzt – so lange hund alleine wieder raus kommt ;-))

Unter dem Tisch hier ist es zum Beispiel auch klasse. – Und wir sind gespannt, wann Buffy das mit dem Umdekorieren in Angriff nimmt! Aus Buffy's Sicht – es kommt uns jedenfalls so vor – ist es cool, dass er auf einmal alles, was so da ist – Spielzeug, Futter, Menschen – für sich allein hat.

"Ja, ist denn heut' schon Weihnachten?", möchte man mit Kaiser Franz ausrufen :-))

Zwischendurch marschierten wir alle naselang in den Garten, das Klo war immer noch nicht der Renner, aber nachts, als keiner mehr richtig hinsehen konnte, wurde doch davon Gebrach gemacht. Eine Bevorzugung zugunsten des bemitleidenswerten Gärtchens konnten wir aber nicht ausmachen. – "Die sind voll auf Rasen geprägt", hatte die Züchterin gesagt, "könnten Sie nicht wenigstens ein Stück Rollrasen... ".

Irgendwann ist das aber auch wurscht! Buffy begibt sich in die Horizontale, genau da, wo Pelle es auch meistens besser fand als in ihrem Korb – wer liegt denn nicht schon mal gerne im Mittelpunkt?

Dezember 2007:

1. Dezember. Gestern haben wir endlich Buffy zu uns geholt. Es war für uns alle ein sehr aufregender Tag. Mittags sind wir in Menslage angekommen, haben uns noch einmal alle sieben Wurfgeschwister im Außenauslauf angesehen, sogar versucht, zu knipsen – aber für ein richtiges 'offizielles' letztes Gruppenbild ist die Bande inzwischen viel zu schnell.

Immerhin ein etwas verwischtes Bild ist halbwegs gelungen; es zeigt die Dynamik der Welpen, die nun alle innerhalb der nächsten Woche in die neuen Familien umziehen.

Buffy >
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Pedigree >
Rufus Irish Terriers >
Pelle >

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Bevor ich weitere Bilder machen konnte traf ein dicker Matschspritzer das Objektiv...

Na, wir nahmen drinnen den formellen Teil – die Kaufabwicklung – in Angriff. Der Papierkrams war zu erledigen, es gab viele gute Ratschläge, Tipps für die nächsten Tage und Wochen und auch die ein oder andere Ermahnung. Dann holten wir Buffy, er wurde ohne viel Aufhebens hinein gebracht, sauber gerubbelt und schwupps saßen wir im Auto. Auf nach Bremen!

Die Fahrt verlief sehr entspannt. Buffy war völlig unbefangen, an allem interessiert und wäre wohl gerne ein bisschen durchs Auto geklettert. Zuhause angekommen gings erst mal schnurstracks in den kleinen Garten, wo ein eigens gebasteltes Rollrasen-Hundeklo auf Buffy wartete – der guckte aber eher sparsam und pinkelte zielstrebig – genau daneben. Schien ihm wohl zu schade, das schöne neue Rasenstückchen...

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28. Dezember. Seit heute kann man bei uns Böller kaufen, und seit dem Mittag böllern die Leute, was das Zeug hält! Buffy ist absolut gleichgültig, aber um nichts zu beschreien, haben wir am Nachmittag die große Runde in den Wald verlegt. Was soll ich sagen? Wir sind in eine Treibjagd geraten. Okay, an den Rand einer Treibjagd...

Zuerst fiel mir auf, dass am Anfang des Waldgebiets ein roter SUV geparkt war, auf dessen Reserveradabdeckung eine liebliche Jagdszene geairbrushed war: Ein röhrender Hirsch mit zwei feschen Kühen. Im Wagen lag die leere Gewehrtasche.

Im Tatort käme jetzt ein Musikwechsel... Also Leinenzwang für Buffy, der seinen ersten Waldbesuch sehr genossen hat. Er hat sich (ausnahmsweise mal!) nicht als Leinenmuffel gezeigt. Im Gegenteil! Die Nase im Wechsel fest am Boden oder aber hoch in die Luft gestreckt, zog er mich durch den Wald. Sein olfaktorisches Interesse galt vor allem den zahlreichen Pferdeäppeln; auf Fährten hat er sich jedoch nicht gesetzt. Das Geböller der Jäger hat ihm aber gefallen!

24. Dezember. Warten aufs Christkind. Buffy hat seine wilden fünf Minuten diesmal im Park. Der schon am Vorabend geschmückte Weihnachtsbaum bleibt zu Hause unversehrt. Zwei unscharfe Bilder. Insbesondere das zweite zeigt, wie es zugeht, wenn Buffy richtig Gas gibt (und er hatte vorher nicht mal am Truthahn geschnuppert). Übrigens ahnt er immer noch nicht, dass unser Futter ihm schmecken könnte!

23. Dezember. Nachdem die Fotos der letzten Tage mir einige aufgeregte eMails bescherten – alle mehr oder weniger mit dem Tenor: Ohrenalarm!!! –, diente unser heutiger Besuch in Menslage nicht nur der Familienzusammenführung, sondern auch dem berühmten 'ear-training', mit dem sich die globale Irish-Terrier-Gemeinde gerne und ausdauernd beschäftigt.

Dabei hatte sich Buffy's rechtes Ohr schon längst wieder stabilisiert, und zwar so, wie man es sich eigentlich nur wünschen kann, aber die Züchterin, sichtlich hoch erfreut ihren Welpen wiederzusehen, fackelte nach einem ausgiebigen Toben und Rennen von Papa, Mama und Kind (wer erkannte wohl wen wieder?) nicht lange, und pappte Buffy die Ohren an den Dötz. Die Schläfen wurden vorher noch ein bisschen abgetrimmt, und siehe da: das vorher noch arg welpenhafte Gesicht zeigt sich mit nun zwölf Wochen schon deutlich länger gestreckt.

Die Fotos mit Rufi und Lotti leiden alle etwas unter dem Schietwetter, das uns Norddeutsche nach vorangegangenen schönen, klaren Frosttagen ausgerechnet heute Nebel und Blitzeis beschert hatte. Wir mussten noch froh sein, nicht von einer der zahlreichen Straßensperren in der Region betroffen zu sein.

Die Hunde fegten dessen ungeachtet durch den Garten, balgten sich um getrocknete Ohren. Buffy prüfte noch mal eben Lottis Zitzen, könnte ja sein, dass...

Zu Hause durfte Buffy, ein wenig ermattet nach der aufwühlenden Begegnung mit den Eltern, beim Baumschmücken zusehen und wie alle unsere Hunde schien auch er etwas an unserem Tun zu zweifeln, als wir den Riesenbaum ins Wohnzimmer wuchteten.

"Ey, Alter! Wo bleibt denn jetzt das Schafsohr??"

22. Dezember. Ein strahlender Wintertag in Bremen. Das gibt es so oft nicht im Nordwesten. Unser Hauspark, fünf Minuten von uns weg (wenn Buffy mitspielt ;-), zeigt sich weiß überpudert, und vor lauter Begeisterung ziehen die Städter mit ihren Kameras in die Parks – schnell 'n paar Bilder machen, bevor alles wegtaut!

Buffy ist ziemlich aus dem Häus- chen, viele Leute sind mit Kind, Kegel und Hunden unterwegs – und alle haben gute Laune. Buffy spielt munter mit Kindern, deren Eltern das erlauben, und mit vielen Hunden. Wer nicht spielen will, den animiert er so lange, bis auch der letzte Griesgram angesteckt wird.

Es ist – und das sollte den ganzen Tag über so bleiben – der Tag der großen Hunde. Hier eine ganze und eine halbe Portion Hund: beide mit 'Bürste'!

Relaxed knipsen konnte ich Buffy auf dieser Mauer leider nicht (wie unschwer zu erkennen ist); ich hatte Sorge, er würde mir vor die Füße hopsen. Ein zweites Winterbild von diesem Vormittag wollte ich nicht für mich behalten!

Später am Tag sind wir zur Welpengruppe gefahren und haben dort ein kurzes letztes Gastspiel gegeben. Es waren wieder ziemlich große und ältere Welpen da. Ein etwas unbeherrschter pubertärer Viszla zum Beispiel. Als der Buffy zweimal ins Kreuz gesprungen war, hielt ich die Zeit für gekommen, einmal zu diskutieren, ob das so in Ordnung ist. Die vielleicht nicht gar so beschlagene Trainerin meinte lakonisch: "Wieso? Er läuft da doch immer wieder hin... ". Da müssen wir uns wohl eine neue Gruppe suchen. Schade eigentlich!

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12. Dezember. Es hat sich einiges getan! Am Wochenende hatten wir viel Besuch. Meine ehemalige WG, fünf Freundinnen und Freunde, von denen ich einige beinahe zwanzig Jahre nicht mehr gesehen hatte, waren bei uns. Alle waren vorher gebrieft worden – wir haben einen Welpen im Haus, kann sein, dass der überall hinmacht, ständig fiept und heult – und rechneten mit dem Schlimmsten ;-)

Wir hatten am Donnerstag zuvor vorsorglich Buffy's Kneipentauglichkeit geprüft. Was soll ich sagen? Er hat Talent! Ab Freitagmittag hat er dann nicht einmal mehr ins Haus gepischert, als hätten wir einen Schalter umgelegt. "Keine Ahnung, was ihr mit euerm Hund habt – der ist doch total pflegeleicht!" Buffy zeigte sich von seiner angenehmsten Seite, begleitete uns einen Abend in eine Pizzeria, einen zweiten in ein etwas feineres Restaurant (man wird ja nicht jünger) und hielt wacker durch, teils abgelenkt durch getrocknete Schafsohren, teils schlafend. Am zweiten Abend zeigte er irgendwann an, dass er raus wollte (okay: er wurde unruhig), ich trug ihn zur Sicherheit in´s Freie, wo er dann sofort zur Sache kam – da wurde nicht mal mein Essen kalt...

Die sich zu Hause jeweils anschließenden nächtlichen Debatten ertrug er stoisch und mit Gleichmut. Gerne auch in der inzwischen geliebten Box!

Später wurde aber das Klo doch noch eingeweiht. Der Garten kam dafür sofort gut an, auf kleinem Raum 'ne Menge zu entdecken, palmengleiche Pflanzen und hundshohe Buchsbaumhecken beispielsweise. Was wohl dahinter liegt? Ein Urwald?

Dann waren zur Unterstützung ja auch noch zwei aufgeregte Herrchen zugegegen, die dennoch einen beruhigenden Einfluss ausübten:

Irgendwann ging es dann rein, und da stand, welch Wunder, das gleiche Futter wie in Menslage, schmeckt genauso gut, nur weniger Konkurrenz am Napf. Nicht übel!

... wie jetzt, Klo :augenroll: !!!

In Wahrheit gilt die etwas angefressene Geste aber dem neuen ungewohnten Halsband, einer ganz unangenehmen Sache, die sich auch durch ausdauerndes Kratzen nicht beseitigen ließ. Damned!

In Bremen kehrt derweil fast so etwas wie Ruhe ein – für den Moment. Buffy pennt geduldig unter meinem Schreibtischstuhl, hat mir tapfer die Zeit gewährt, diese Seite zu aktualisieren, und dabei vermutlich gedacht: "Ey, Alter, das is' ja wie zuhause in Menslage! Was haben die nur alle mit ihrem komischen Internet? :-))".

Schnell raus, bevor sich die Quote verschlechtert! Fortsetzung folgt!

2. Dezember. Beginnen wir mit einem Suchbild: eine süße Schnute mit obligatem Schafsohr verrät den Hund! Auf dem zweiten Bild ist er dann schon aufgetaucht. Eine neue Form der Sesselnutzung. So lange Buffy sich mit der 'zweiten Etage' begnügt, soll uns das sehr recht sein...

Die letzte Nacht war im Vergleich mit der vorigen geradezu erholsam! Nur noch zweimal mussten wir raus und konnten danach eine verhältnismäßig lange Sonntagsruhe halten. Sogar das Adventsfrühstück verschlief Buffy gnädig (weil er vorher was gekriegt hatte... ).

Und dann habe ich noch den ultimativen Stubenreinheitstrick raus gefunden: immer einmal öfter rausgehen als das Hündchen muss! Klappt hundertprozentig! Echt war!

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Im Garten haben wir die letzten Tage schon an der Leinenführigkeit 'gearbeitet'. Buffy hatte großen Spaß daran. Mal sehen, was es abgibt, wenn wir morgen zum ersten Mal Haus und Garten verlassen und die nähere Umgebung in Augenschein nehmen. Der Vorgarten – von da stammen die beiden Bilder von heute – gefällt ihm offensichtlich ganz gut. Jedenfalls hat er noch nicht mit dem Umgestalten begonnen und die letzten Rosenblüten (im Dezember!) bisher nicht gemeuchelt.

Der Riesenhund stellt sich natürlich als erstes auf den Balkon und peilt die Lage: ich bin hier der Boss (und wir erinnern uns lächelnd daran, wie derselbe Hund im Welpenalter unserer Pelle > gerne ins Maul gekrabbelt ist – zur Hälfte passte er da hinein). Jetzt aber, mit sechs Jahren, ist er halt Chef: "Ist der heute wieder arrogant!", sagt sein Frauchen ;-).

Buffy wartet kurz ab und nimmt Charly dann genauestens in Augenschein, zuerst sicher und mit Rückendeckung, aber bald auch auf eigene Faust.

Komisch nur, dass Charly, der sonst ein durchaus munteres Kerlchen ist, vor lauter Erwachsenheit nun so gar nicht auf Buffy's Spielangebote eingeht. Er kontrolliert akribisch Buffy's Pinkelplätze, markiert drüber, und macht sich seine Gedanken, wo wohl der impertinente Kater seine Bahnen zieht, wenn er sich unbeobachtet wähnt (Nachbars Kater schwant übrigens schon, dass die paradiesischen hundelosen Monate, die ihm in unserem Garten vergönnt waren, nun zu Ende sind).

Die kleine Bildfolge zeigt, wie Buffy nun seinerseits Charly kontrolliert. Steht ihm das eigentlich schon zu? Charly pinkelt noch ein paar Mal, schart dann demonstrativ im Kies, dass die Steinchen durch die Gegend fliegen. Und weil Buffy das gelegentlich auch schon macht – nach dem Pinkeln scharren – frage ich mich allmählich, ob unsere Familientreffen mit nunmehr zwei Rüden zukünftig noch genauso zwanglos und harmonisch verlaufen wie früher mit einer alten Airedale-Hündin und dem weit jüngeren Jack Russell Terrier.

Am Montag, das sei hier freimütig zugegeben, hat er dann aber auch noch mal wieder in Haus pepinkelt. Das Schlimmste (in dieser Hinsicht) scheint aber vorbei zu sein.

Dafür müssen wir zugestehen, dass die Leine, nachdem sie zwei Tage lang der Hit war, ihn zur Zeit nur nervt, es sei denn, es gibt etwas zum Hinterherlaufen ;-))

Kinder zum Beispiel, zur Not auch mal große Menschen, vielleicht in wehenden Mänteln? Gerne verfolgt er aber auch Leute mit Hunden. Und außerdem geht er immer dann klasse an der Leine, wenn er die Richtung bestimmen kann, bevorzugt abseits fester Wege in den Parks, quer über die Wiesen, die derzeit so vom vielen Regen aufgeweicht sind, dass Herrchen bis zu den Knöcheln im Modder versinkt. Das hat er nun davon!

Die Fotos beschränken sich aber immer noch auf Haus und Garten. In freier Wildbahn hatte ich bisher andere Sorgen... Deshalb gibt's hier und jetzt nur noch einen 'rufoiden' Gruß nach Menslage und an die wachsende Fangemeinde – mehr wird fürs Wochenende versprochen: Am Sonnabend gehen wir zum ersten Mal in die Welpengruppe!

15. Dezember: Buffy@school. Eine Erfahrung der besonderen Art! Bei zufälligen und entweder von mir oder den Umständen begrenzten Gelegenheiten hatte ich gesehen, wie sicher Buffy auf fremde Hunde reagiert. Die Welpenspielstunde hat diese Erlebnisse noch einmal getoppt! Ich war zeitig von zu Hause losgefahren, um Buffy vor der Gruppe Gelegenheit zu geben, sich zu lösen, und hatte den Wagen auf dem Parkplatz des Hundeplatzes abgestellt – da wollte Buffy am liebsten schon ins Welpenareal... Wir drehten aber zunächst mal eine Runde. Buffy lernte den Deich (whoops!) und die ziemlich hoch schwappende Weser kennen, schnökerte ein paar Kaninchenköttel; wir beobachteten ein Fußballspiel mit ziemlich lauten Zuschauern und trafen unterwegs ein knappes halbes Dutzend Retriever.

Zurück am Hundeplatz verfolgte Buffy mit großem Interesse, wie eine der beiden Trainerinnen das Bällebad und einen kleinen Parcours mit allerlei seltsamen Untergründen vorbereitete. Nach und nach trudelten andere Welpen ein. Ein Boxer – ein gutes halbes Jahr alt war darunter, zwei jüngere Golden Retriever, eine größere Gruppe Mischlinge, darunter eine Hündin mit ziemlichen Chefallüren, die heute jedoch zum letzten Mal in die Welpengruppe kam.

So super viel habe ich leider nicht fotografieren können. Entweder waren die Hunde zu schnell oder ich zu langsam! Das erste Bild zeigt Buffy etwas vorsichtig: er hatte zuvor gerade einen kleinen Einlauf von der Chefin gekriegt! Lange nachgetragen hat er's ihr aber nicht. Nur hat er sich zwischenzeitlich an den Kindern orientiert, die in dem Hundegewusel unbeeindruckt spielten. Buffy entdeckte souverän die Beläge des Parcours, Rosten, Lattenroste, eine Leiter, Wippen, den Tunnel und als absoluten Hit des Tages: das Bällebad!

Die anderen Welpenbesitzer, von denen ich einige kannte, weil ich vor Buffy's Ankunft mehrere Hundeplätze und -schulen und mehrfach auch diesen Platz angeguckt hatte, waren geplättet, wie souverän Buffy den Platz (man muss es so beschreiben!) in Besitz nahm! Einige Leute, auch die Trainerinnen wussten, dass wir lange auf Buffy gewartet hatten, und sagten unisono: Das Warten hat sich gelohnt! – Na, das finde ich aber auch!

Diese umgekippten Pylonen waren Teil der später an der Leine zu absolvierenden Bahn. Buffy war von nix sonderlich beeindruckt, höchstens begeistert – vom Tunnel, den Kanalröhren und dem Bällebad! Und zunehmend begeistert waren auch die anderen Leute: "Was is'n das eigentlich für 'ne Mischung?", so die häufige Frage. "Nö", konnte ich dann sagen, "die gibt's so im Prospekt >!" ;-)

Eifrige Besucher dieser Seite wissen bereits, dass Buffy nach anfänglicher Begeisterung seit einigen Tagen etwas reserviert auf die Leine reagiert. Heute zeigte er sich aber von seiner besten Seite, absolvierte fröhlich an der Leine laufend und mit Begeisterung die Hindernisbahn. Alles war so spannend, dass das Leckerli, was ich auf Anraten der Trainerin immer knapp vor Buffy's Nase halten sollte, im Grunde überflüssig war. Er fand's so klasse, dass wir eine zweite Runde dranhingen (und drehte am Ende – ohne Leine! – noch ein drittes Mal auf eigene Faust dieselbe Runde). Und jetzt wollte niemand mehr glauben, dass wir nicht schon anderswo heimlich geübt hätten!

Später nahmen wir nochmals alle Hunde an die Leine und gingen eine Runde über den 'großen' Hundeplatz. Noch 'n Tunnel, eine Brücke, ein Treckerreifen zum Durchklettern, und dann war Feierabend! Die Welpen waren noch einmal kurz und ohne Leine auf dem Welpenplatz. Buffy spielte jetzt ausdauernd mit den Großen, dem Boxer und der Chefin, die sich zum Abschied munter beharkten. Buffy mittenmang! Und weil er dabei ausdauernd knurrte und – öff, öff! – auch bellte, ahne ich jetzt, was da noch so auf mich zukommen könnte!

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17. Dezember. Buffy im Büro! Die Kombination zweier für sich genommen bisher langweiliger Gegenstände – ein halber Hundekuchen der Marke 'Nagut' und ein unkaputtbarer Kong – sind auf einmal der Renner. Buffy bleibt diszipliniert am Arbeitsplatz und das deutlich zu vernehmende Knuspern verrät, dass er gerade nichts Böses anstellt. Tisch- und Stuhlbeine, Kabel und Regale bleiben unbekaut!

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Zum guten Schluss sind wir dann zum Unisee, der im Winterhalbjahr das angesagte innerstädtische Hundeauslaufgebiet ist. Da ging die Post ab! Ein Rhodesian Ridgeback, zwei Ridge-Mischlinge, ein paar Dobermänner, Schäferhunde und diverse Pitbulls in allen Variationen tobten mit vielen anderen ähnlichen Kalibers wild durcheinander. Kein Welpe und kein Junghund dabei. "Hin da!", dachten Buffy und ich zugleich. Buffy mischte munter mit, immer da, wo die meiste action war. Er bekam den einen oder anderen deutlichen Einlauf verpasst, aber kein Hund ist auf ihn drauf gesprungen, und es gab keinen Grund, einzuschreiten. Zwischendurch habe ich ihn wiederholt abgerufen, klappte das, gab's ein Leckerli, klappte es nicht, dann halt beim nächsten Mal. Eine Schule fürs Leben!

Irgendwann verabschiedete er sich dann in seine Box – vielleicht würde dort ja ein aus Menslage mitgebrachtes Schafsohr zum Knuspern bereitliegen. Solche ausgefallenen Delikatessen halten die hiesigen Tierfutterläden nämlich zu Buffy's allergrößtem Bedauern nicht im Standardsortiment.

Auch wenn Buffy für kosmetische Äußerlichkeiten (es sei denn, sie wären fressbar) weder empfänglich noch empfindlich ist: Die neuen Ohren machen irgendwie einen Eierkopf, oder? Okay, das erste Bild ist irgendwie eleganter!

Später erfordert es doch einige Mühe, Buffy abzuhalten, die Kerzen vom Baum zu fressen. Zergeln hilft wie immer, irritiert aber ein bisschen beim Singen weihnachtlicher Lieder, sodass wir uns diesmal mit Musikkonserven über den Abend retten. Erst als das Hündchen Ruhe gegeben hatte und in der Liegeschale den Lieblingsschnuddel traktierte, konnte der Rest der Familie entspannt den Kerzen beim Abbrennen zusehen. – Mit Blick auf die angepappten Ohren fragen wir uns inzwischen, ob sie wohl zu Silvester einen Vorteil darstellen...

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