
Oder doch lieber das?


Und ab geht die Post!
Die Landschaft sah auch noch irgendwie irish aus, sodass die Wauwis wie gemalt hineinpassten und ihr Training fotogen verlängerten.


7. Dezember. Was sind Hundeschauen, was Zuchtzulassungen? Es wird Zeit für ein bisschen Spaß im Vorwinter. Das letzte freie Training der Windhundszene im Norwesten ist eine richtig gute Gelegenheit!

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Ein paar Flugübungen sollen wohl Eindruck schinden...

31. Dezember. Und dann ist es heute wieder so sonnig! Und wir fahren in die Uni-Wildnis! Und wir treffen einen anderen Irish (was super selten ist)! Und Herrchen hat den Fotoapparat dabei! Und Paula ist obenauf!

Wir wünschen allen LeserInnen ein frohes neues Jahr!

Das Herrchen aber denkt weise an die Folgen der weiter oben angedeuteten Gaumenfreuden der hinter uns liegenden Feiertage (außerdem mahnt im Hinterkopf das Gedicht vom Büblein auf dem Eis >) und beschließt, die ersten Tests der Saison den Fliegengewichtlern zu überlassen. So schwingen wir uns wieder aufs Rad, Buffy gibt das Tempo vor und fliegt dem Jahreswechsel mit großen Sätzen entgegen.
30. Dezember. Buffy ist 15 Monate alt! In Bremen ist es winterlich geworden, in den letzten Nächten hatten wir Frost, und heute hat es das Thermometer auch am Tage nicht über null Grad geschafft. Da zeigt sich, dass die Bremer außer Radfahren noch eine andere Leidenschaft haben: Eislaufen >. Gerade dass es mal ein bisschen kälter ist, da stehen die ersten auf den Kufen und drehen ihre Kreise. Buffy staunt nicht schlecht!

In diesem Sinne wünschen wir allen treuen Leserinnen und Lesern von Buffy's diary ein frohes Weihnachtsfest und eine geruhsame Zeit zwischen den Jahren!
26. Dezember. Langsam kehrt wieder Ruhe ein. Nach dreieinhalb Bescherungen, dreimal nachgesteckten Baumkerzen, diversen Kaffee- und Kuchentafeln, nach dem Verzehr von Bockwürsten und Heringssalat, Gans und Rotkohl finden die Herrchen sich zum Resteessen zusammen. Buffy liegt ehrfürchtig vorm Weihnachtsbaum, nagt ein Rinderohr und meckert leise, dass sein diary im Dezember große Lücken aufweist...

Sucht Euch eines aus! Einen frohen Advent miteinander!
Na, gut – ein manierliches Bild haben wir noch: wir nähern uns dank Sibylles Hilfe dem schönen Standfoto...
Ich hatte Sibylle und Andy vorgewarnt: Der spielt die Damen erst platt und wartet dann geduldig auf den erlahmenden Widerstand! – Und so sollte es auch heute kommen. Eine spezielle irish connection gibt den Spekulationen über die Verwandtschaft von Irish Terriern und irish Wolfhounds neue Nahrung: Lass den anderen ihre Hasen, Buffy nimmt die Bunnies! (Sorry ladies! – Aber den musste ich einfach machen... ;-)





Die Sloughis kennen das Spektakel und sind schon entsprechend animiert. Die Besitzer haben ordentlich was zu halten! Andy steht auf dem Podest, von wo aus er den Platz übersehen und den Hasen elektronisch steuern kann, der vorher von einem Motorradfahrer in dem weitläufigen Gelände ausgelegt worden war. Dann sehen wir Buffy, einen Grey und einen Sloughi beim Kalbern.
Und dann wurde es, abseits des Trainingsgeländes richtig lustig: die drei Iren hatten ihr Training absolviert, Buffy sich einmal mehr als Weiberheld gezeigt, dem Hasen wenigstens gelegentlich egal sind. Er hat nur seine Fovoritin im Auge – oder besser – vor der Nase gehabt. Und als wir zum 'Auslaufen' in eine nahegelegene Sandgrube gewechselt waren, intensivierte er seine Bemühungen noch.

Imposante Hunde kommen da zusammen. Hier die größten: die Irish Wolfhounds meiner Freundin Sibylle. Vom heutigen Training hatte ich auf der website des Windhundclub Weser e.V. > erfahren. In Hoope hatte sich unsere Pelle > früher schon amüsiert, und außerdem habe ich hier Red Rabbits Hello Byron > zum ersten Mal gesehen und war danach endgültig für die Iren eingenommen! – Nun, das Bild zeigt den geneigten Gästen, dass man an zwei großen Hunden doch einiges zu halten hat, vor allem, wenn das zugehörige Herrchen den elektro-mechnanischen Hasen steuert und damit einschlägige Leidenschaften weckt. Da ist die Begeisterung groß. Buffy sollte heute zum ersten Mal ein Jagdcoursing laufen, und Sibylle und Andy luden uns ein, dass er mit ihren Wölfinnen starten könne. Buffy's Hetztrieb, das sei verraten, wurde bei diesem Training nicht entfesselt: statt für den künstlichen Hasen aus gelben Plastikbändern interessierte Buffy sich nur für die irischen Ladies, namentlich für die jüngere und grauere von beiden.
Buffy's Lauf ist leider nicht fotografisch dokumentiert. Beim Start geht es nämlich ziemlich hektisch zu – da kann man schlecht selber knipsen – und bevor ich danach die Camera auslösebereit hielt, hatten die Hunde den gut 800 Meter langen Parcours auch schon wieder absolviert. Zum Trost ein Bild, das ich am Start von zwei schönen jungen Sloughis machen konnte.

Buffy musste natürlich zwischendrin mal ein bisschen angeben und sich als Tiefflieger profilieren. Sibylle und Andy waren beeindruckt: Na, Angst hat der jedenfalls nicht!
Vanilla zog sich irgenwann zum Bade zurück, und die beiden jüngeren Hüpfer begannen ein Spiel, das sicherlich durch Minis heraufdräuende Hitze befördert wurde. Buffy hat dafür einen mittlerweile sprichwörtlich guten Riecher!
Mit Charme und gelegentlichem Nachdruck tat er seine eigentliche Leidenschaft kund, spielt die Damenwelt wie so oft platt (was in diesem Fall dauern sollte, hatten doch die beiden Riesinnen ihn zum Hasen erkoren). Da ging aber die Post ab!
... ja, kann man darauf nur zur entschuldigend entgegnen, das Wetter war zu schlecht für mehr Fotos, und die Zeit vor Weihnachten rast für die Großen nur so dahin – während sie für die Kleinen beinahe unerträglich langsam voran kriecht: dreimal, zweimal, einmal noch wach werden, du meine Güte, wie lange das dauern kann... Emilia, das andere puppy der Familie, nur ein viertel Jahr älter als Buffy, lässt die Großen ahnen, wie das früher auch für uns gewesen sein mag: Leben in der Fülle.
Buffy zeigt sich von Paulas Kletterkünsten schwer beeindruckt, er guckt mich fast fragend an: Was soll das denn jetzt? Später stellt sich heraus, dass Paula noch viele Bäume erklimmt, stolz auf ihnen posiert und darauf wartet, dass Frauchen mit einem Leckerli vorbeikommt...

Hier probiert die Bande – drei Hunde von zwei Frauen, die eine tägliche Spaziergehgemeinschaft bilden – ein weiteres Kunststück. Buffy könnte da auch locker draufspringen, aber das kleine Rudel, von einem Rüden angeführt, der seine Damen zu beschützen weiß, flößt ihm doch einen gewissen Respekt ein. Und charmant wie er ist, kriegt er seine Belohnung auch so...

Wir drehen eine große Runde, treffen dabei etliche andere Hunde, doch für eine Weile hält die kleine Gruppe zusammen. Die Wauwis toben, die Menschen hundeln... fehlt eigentlich nur eine Themoskanne mit Kaffee oder Tee... und genau an dieser Stelle wird es Buffy zu langweilig. Er schließt sich einer anderen Gang an, lauter halbstarken Rüden. Da wird schön geknurrt und gekläfft. Alles Rufen und Pfeifen nutzt nichts: Buffy geht stiften. So muss das Herrchen hinterher, im Laufschritt durchs Gelände, zum Unisee hin.

Als ich die Rüdenleute eingeholt hatte, meinten die nur lakonisch: Nö, der ist schon weiter zum See. Terrier halt... Und so war es. Buffy hatte eine einjährige Dogge und einen eineinhalbjährigen Retriever aufgetan und amüsierte sich prächtig. Große Viecher! Da steht Buffy mal im Schatten!

Und noch einer! Aber Buffy wieder in der Sonne...

Ganz sutje >, häufigere TagebuchleserInnen werden es bereits geahnt haben, verlagert sich Buffy's Interesse auf die junge Hündin.

Aber – hast du nicht gesehen – schiebt sich der Retriever dazwischen und meldet eigene Ansprüche an: schließlich ist die Dogge seine Entdeckung. Buffy zeigt sich Kompromiss bereit. Die Ohren sind nur kurz in hab acht. Die selbe Szene – von hinten – zeigt: der Junge weiß sich anzupassen ;-)

Buffy – mal wieder in der Luft – versucht beim Retriever zu landen. Der zeigt sich als ein typischer Vertreter seiner Rasse geduldig. Obwohl: kurz darauf geht er über den schon gefrorenen Uferstreifen ins wahrlich eisige Wasser. Sein Frauchen sagt: Passt auf, gleich legt er sich hin, damit auch der Rücken schön nass wird. Und so kommt es. Da traut sich keiner hinterher! So kühlt halt jeder sein Mütchen...
Jetzt ist aber wirklich Schluss! Habt's gut! Bleibt uns gewogen! Bis nächstes Jahr...