Pelle von der schwarzen Kuhle war unsere Airedale-Terrier-Hündin. Sie wurde elf Jahre, acht Monate und zwei Tage alt. Von ihrer zehnten Lebenswoche an war sie bei uns, Zeit ihres Lebens ein fröhlicher und treuer Begleiter, ein Freund. Am 16. April 2007 mussten wir sie leider einschläfern lassen. Pelle war im Großen und Ganzen gesund, ganz selten nur hatte sie Durchfallerkrankungen, was aber wohl auch damit zu tun hatte, dass sie häufig frei lief und wir nicht immer kontrollieren konnten, was sie aufnahm – in der Großstadt liegt ja mitunter eine Menge Schweinkram rum – weggeworfene Dönerreste sind da mitunter noch das harmloseste.

Bis in den letzten Herbst konnte Pelle noch gut neben dem Fahrrad laufen, allerdings traten manchmal schon Rückenschmerzen auf, die sich zunächst nur an einer Berührungsempfindlichkeit im unteren Lendenbereich zeigten. Im weiteren Verlauf wurden dann gelegentliche Schmerzmittelgaben durch den Tierarzt nötig. Ab Weihnachten 2006 wurden dann die Schmerzen stärker; Pelle hatte Schwierigkeiten beim Hinlegen und Aufstehen, ging insgesamt eher steif und zitterte auch in Ruhe in der Hinterhand.

Anfang 2007 zeigte ein Röntgenbild Veränderungen im Übergang vom letzten Lendenwirbel zum Kreuzbein, die auf eine fortgeschrittene Spondylose in diesem Bereich wiesen. Die Schmerzen waren nun häufiger und stärker. Pelle bekam seitdem Previcox-Tabletten, die zunächst gut halfen. Unser TA hatte darauf hingewiesen, dass der Tag kommen würde, an dem man ans Einschläfern denken müsse, aber wir hatten Hoffnung, dass es noch lange dauern würde. Die (am Ende!) kurzen Radtouren hatten wir schon um Weihnachten eingestellt, die Spaziergänge wurden dafür länger, bis hin zu größeren Runden. Das Ende kam dann unerwartet plötzlich. Pelle konnte morgens nicht mehr aufstehen, als sie stand, hatte sie starke Bewegungs- und – so schien es uns – Gleichgewichtsstörungen; wir dachten an einen Schlaganfall und sind direkt zum TA. Der führte die Auffälligkeiten aber auf die WS-Erkrankung zurück und wartete nur darauf, dass ich von mir aus das Thema Euthanasie ansprechen würde. Was dann kam, steht im ersten Absatz... Insbesondere für mich war Pelle der Hund meines Lebens und es liegt mir am Herzen, mich dafür bei der Familie Puls > aus Kulpin zu bedanken!

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TERRIER (11/99)
zeigt, dass Pelle sportlich durchaus ambitioniert war...

Außerdem verfügte sie über die mitunter nützliche Fähigkeit, Türen aller Art zu
öffnen. Nützlich, wenn wir uns ausgesperrt hatten und sie uns hereinlassen konnte, witzig wenn sie,
im Hotelzimmer zurückgelassen, uns mit stolzgeschwellter Brust im Restaurant aufspürte, gefährlich wenn sie sich allein zu einem Spaziergang in der Stadt aufmachte...

Sie liebte Besuch wie
überhaupt alle Menschen, unsere täglichen Touren am Rad, andere Hunde zu treffen, kleine und große Wanderungen. Und sie war eine
überzeugende
Wächterin: manchen Besuchern öffnete sie zwar die Tür, aber die trauten sich nicht rein...