Unsere aktuellen Projekte
Wir beschließen das Jahr 2008 mit einem Band, für den die Herausgeber international herausragende Kolleginnen und Kollegen gewinnen konnten, die Arbeit des Bremer Relgionspädagogen Jürgen Lott zu diskutieren.
Christa Dommel, Gordon Mitchell (eds)
Religion Education
On the Boundaries between Study of Religions, Education and Theologies:
Jürgen Lott and the Bremen Approach in International Perspective
Veränderungen in der Bevölkerung machen sich in Schulen bemerkbar und
verlangen nach neuen Wegen in der Pädagogik. Religion Education, das englischsprachige Pendant zum deutschen Konzept "Religionskunde", stellt sich der neuen Herausforderung interkultureller Pädagogik durch religiöse Unterschiede in Europa und entwickelt in verschiedenen Ländern Konzepte, wie Kinder mit verschiedenem oder ohne religiösen Familienhintergrund gemeinsam lernen, sich über Religion und religiöse Unterschiede zu verständigen. Anlässlich des 65. Geburtstages des Bremer Religionspädagogen und Dekans des Fachbereichs Kulturwissenschaften Jürgen Lott präsentieren er selbst und internationale Weggefährten einem internationalen Leserkreis aktuelle Ergebnisse der Grundlagenforschung in diesem zukunftsweisenden pädagogischen Gebiet.
Die hier versammelten Beiträge prominenter Pädagogen, Religionswissenschaftler/innen und Theologen aus Deutschland, den Niederlanden, Norwegen, Großbritannien, Rumänien und Südafrika betreten insofern Neuland, als das Buchkonzept Chancen und auch Risiken internationaler Bildungsforschung zum Thema Religion Education/Religionskunde ausleuchtet: was im nationalen Kontext als Normalität gilt - sei es Religionsunterricht ausschließlich in der eigenen religiösen Tradition oder umgekehrt ein Verzicht auf theologische Kompetenz im säkularen Religionsunterricht für alle -, erscheint im internationalen Vergleich keineswegs als selbstverständlich, Ähnliches gilt für theoretische Denkvoraussetzungen. Der rote Faden des Buches orientiert sich am international anschlussfähigen integrativen "Bremer Ansatz" der Religionspädagogik, der die interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen säkularer Religionswissenschaft, Pädagogik und verschiedenen Theologien im Interesse der Bildung für Kinder und Jugendliche erfordert und aus ihr schöpft, ohne die disziplinären Unterschiede dabei zu verwischen. Die besondere rechtliche und pädagogische Situation des Bremer Religionsunterrichts, die in Deutschland bildungspolitisch eher marginalisiert wird, erfährt große Aufmerksamkeit im Spiegel der internationalen Debatte.
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